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Auf geht’s: „Rambo“ hat auch von Hermann Geisenberger gelernt, wie er mit dem Fußball umgehen muss. foto: schubert

Böbing

„Rambo“, der fußballspielende Wildschwein-Frischling

Böbing – Wie viele schöne Geschichten beginnt auch die von Wildschwein "Rambo" traurig. Er hat nämlich seine Mutter verloren. Doch allein musste er nicht bleiben - eine Jäger-Familie hat den Frischling aufgenommen und großgezogen.

16 Wochen ist der Wildschwein-Frischling mit dem Namen „Rambo“ alt, der von Jäger Herman Geisenberger aus Böbing in Pflege genommen worden ist. Denn „Rambo“ hatte es nicht leicht: Seine Mutter (in der Jägersprache die Bache) kam bei einem Autounfall ums Leben.

Im heimischen Garten wurde eine Kälberbox aufgebaut, mit Stroh ausgelegt und eingezäunt, damit er im Garten mit seinem Gebrech, der Schnauze, keine Bodenschäden anrichten kann. Jungjäger Micha (16) gab dem Frischling den Namen „Rambo“ und taufte ihn mit einer Flasche Milch. Er hat ihn aufgezogen, was die beiden zu besten Kameraden machte.

Trainingseinheiten im Garten

Nachdem Micha auch als Fußballer bei der Böbinger A-Jugend als Torwart im Einsatz ist, war ihm der Versuch wert, dem kleinen Schwarzkittel das Fußballspielen mit „Doppelpass“ beizubringen. Es wurde im Garten fleißig trainiert und siehe da, in wenigen Tage beherrschte das schlaue Wildtier nicht mit dem Fuß, sondern mit seinen kräftigen Rüssel das Fußballspielen. Ist kein Ball im Garten, schmeißt er die Gießkanne im hohen Bogen durch die Gegend.

Bei so viel Stress braucht er auch einige Pausen. Die werden mit einem Spaziergang mit Micha und Vater Hermann Geisenberger genutzt. Dann geht es auf Besuch zu einem Landwirt in der Nachbarschaft. Wie ein Hund läuft der Frischling mit seinen Begleitern durch die Gegend.

Wildschweine sind die intelligentesten Wildtiere, sehen zwar recht schlecht, aber ihr Gehör und ihr ausgezeichneter Geruchssinn sind unschlagbar. Vor einigen Tagen wurde der lebhafte Schwarzkittel, der immer größer und kräftiger wurde, in ein Wildschweinegehege, in dem eine Rotte seiner Artgenossen frei herumlaufen kann, untergebracht.

Werner Schubert

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