Ein fettes Dankeschön möchten Sabrina und Christian Langhans mit Sohn Raphael an all die hilfsbereiten Spender richten. foto: schelle

Raphael: Weniger Sorgen dank vieler Spenden

Schongau - Familie Langhans kämpft seit Monaten gegen die Auswirkungen einer schweren Krankheit ihres Sohnes Raphael. Dank Spenden stehen nun wieder Türen offen.

Es waren Tage der Erleichterung, als sich das Bankkonto von Familie Langhans aus Schongau innerhalb kürzester Zeit ordentlich füllte. Die finanziellen Sorgen - plötzlich wie weggeblasen. Privatleute und Firmen aus ganz Bayern haben auf den Spendenaufruf in den Schongauer Nachrichten reagiert und für ihren schwerkranken Sohn Raphael gespendet.

500, 700, ja bis zu 1000 Euro wurden von Einzelnen überwiesen. „Das ist wirklich überwältigend“, sagt Sabrina Langhans, der für Raphael sogar ein anonymes Päckchen mit Klamotten und Spielsachen vor die Haustüre gestellt wurde.

Hintergrund der Spendenaktion: Der kleine Raphael Langhans, inzwischen 22 Monate alt, leidet an der seltenen unheilbaren Krankheit Tuberöse Sklerose (wir berichteten). Sie verursachte an seinem Gehirn schon sieben Tumore. Die wiederum lösen Krampfanfälle aus. Und deren Folgen können von einer geistigen Behinderung bis hin zum Tode gravierend sein.

Noch aber verläuft Raphaels Entwicklung relativ normal. Damit das so bleibt, muss man allerdings die Epilepsie schleunigst in den Griff bekommen. Da bisher medikamentös kein Erfolg erzielt wurde, versucht die Familie nun zusätzlich ihr Glück mittels alternativen Behandlungen wie Geistheilung und Osteopathie - Methoden, die die Krankenkasse nicht bezahlt. Nur dank dieser außergewöhnlichen Spendenbereitschaft stehen der jungen Familie in Sachen Behandlungen nun neue Türen offen.

Erste Besuche bei einem Geistheiler haben vorübergehend für Besserung gesorgt. „Das hat Raphael gut getan, er hat drei Tage lang keine Anfälle gehabt und die Nacht durchschlafen können“, sagt Sabrina über einen ersten Lichtblick. Der währte allerdings nur kurz. In der Nacht zu Freitag beispielsweise waren es wieder vier Krampfanfälle innerhalb kürzester Zeit. „Es hat sich also doch noch nichts gebessert.“ Und trotzdem. Die Hoffnung lebt. „Wir müssen eben dran bleiben, alle möglichen Behandlungsmethoden ausprobieren.“

Und das - zumindest vorübergehend - ohne finanzielle Sorgen. „Für die große Hilfsbereitschaft möchten wir uns ganz herzlich bedanken“, sagt Sabrina, die sich gemeinsam mit Raphael extra auf den Hosenboden setzte und ein dickes fettes Dankeschön-Plakat malte.

Johannes Schelle

Flohmarkt für Raphael: Auf dem Volksfest-Platz in Schongau findet am Samstag, 18. Juli, von 8 bis 15 Uhr ein Sachspenden-Flohmarkt mit Kaffee und Kuchen zugunsten des erkrankten Raphaels statt.

Auch interessant

Kommentare