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Die besten Schüler der Pfaffenwinkel-Realschule Schongau: Alle 38 Absolventen auf der Bühne haben in ihrem Abschlusszeugnis eine Eins vor dem Komma stehen. Das freut Schulleiter Armin Eder (rechts). 

Realschule Schongau mit Top-Schnitt!

38 Absolventen mit Einser-Durchschnitt

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Die Schulzeit liegt nun hinter ihnen: 183 Absolventen der Pfaffenwinkel-Realschule Schongau haben in der Lechsporthalle Schongau gefeiert. Bemerkenswert sind vor allem die Noten von 38 Schülern.

Schongau – Da wurde es ziemlich eng auf der Bühne, als Armin Eder, Leiter der Pfaffenwinkel-Realschule Schongau, die besten Absolventen zu sich rief. Gleich 38 der insgesamt 183 Schüler haben die Mittlere Reife mit einer Eins vor dem Komma geschafft. „Aber wir sind mit allen Schülern sehr zufrieden“, betonte Eder.

Neben dem großen Lob gab es für die besten drei allerdings auch noch ein besonderes Geschenk: Katharina Braunegger (Schnitt von 1,08), Jakob Bißle (1,09) und Celine Hackenberger (1,17) bekamen von der „Frank-Hirschvogel-Stiftung“ jeweils 300 Euro. Außerdem überreichte die Firma Hoerbiger den besten Absolventen aus dem technischen und kaufmännischen Zweig jeweils 100 Euro. Das waren erneut Braunegger und Bißle.

Die Beste im sprachlichen Zweig war Katrin Häuserer (1,36), die Beste im hauswirtschaftlichen Zweig war Lisa Schmid (1,42).

Nicht nur Lob, sondern auch mahnende Worte

Schulleiter Armin Eder lobte die Zehntklässler allerdings nicht nur, sondern hatte auch mahnende Worte. Die alten Werte, wie zum Beispiel Fleiß, Wahrheit, Empathie, Respekt und Liebe, dürften nicht verloren gehen. Oft habe er das Gefühl, dass das Smartphone das Denken übernehme. Dem müsse man entgegentreten. „Rettet den gesunden Menschenverstand“, forderte er. Und zwar, indem sie bei den guten alten Werten bleiben.

An die gute alte Zeit fühlte sich auch Schongaus zweiter Bürgermeister Tobias Kalbitzer erinnert. Vor genau 15 Jahren hatte er selbst sein Abschlusszeugnis der Pfaffenwinkel-Realschule entgegengenommen. Vieles habe sich seitdem verändert – aber eben nicht alles. Gute Schüler gäbe es hier immer: „Mich und Euch.“ Und jetzt, nach dem Abschluss, beginne die schönste Zeit. Bevor es mit dem Abitur oder einer Ausbildung weitergeht, heißt es, erst einmal feiern, ausschlafen und baden. „Aber haltet den Lido sauber“, bat Kalbitzer mit einem Augenzwinkern.

Als Erinnerung schoss er von der Bühne aus noch ein Selfie mit allen Schülern, Lehrern und Eltern. Schließlich sei es seine letzte Rede als zweiter Bürgermeister in der Realschule.

Außerdem gab er den Absolventen zum Abschluss noch eine Idee mit auf den Weg: „Wenn jemand Lust hat, vielleicht in ein paar Jahren – einfach mal Bürgermeister werden.“

Ein Blick zurück: Anekdoten aus der Schulzeit

Bevor sie so weit in die Zukunft blicken, warfen die Schülersprecher Nina Berchtold und Lorenz Knappich lieber noch einmal einen Blick zurück. „Wer hätte gedacht, dass die Schulzeit doch so schnell vorbeigeht“, sagte Berchtold. Beim Rückblick gab sie auch die ein oder andere Anekdote zum Besten. So überreichte eine Klasse ihrer Lehrerin zum Valentinstag 22 Rosen. „Mit Einschleimen hatte das bestimmt nichts zu tun“, meinte Knappich. Eine andere Klasse löste bei ihrer Abschlussfahrt in Italien einen Polizeieinsatz aus, weil sie im Stadtbrunnen gebadet hatten. „Zum Glück sind alle in der Klasse sehr charmant und können heute trotzdem hier sein“, freute sich Berchtold. An die Schulzeit werden sie gerne zurückdenken.

Wie eine „Tour de France“ beschrieb Landrätin Andrea Jochner-Weiß die gesamte Schulzeit. Viele Etappen lägen hinter den Schülern, die sie oft viel Anstrengung und Kraft gekostet hätten. „Aber jetzt habt Ihr es geschafft. Heute steht Ihr auf dem Podest.“

es

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