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Mengen-Rabatt für neues Löschfahrzeug

Reichling - Die Gemeinde Reichling will ein neues Feuerwehrfahrzeug anschaffen. Und weil Geltendorf genau das gleiche Fahrzeug kauft, sparen sich die beiden Kommunen bares Geld.

Die Feuerwehren Reichling und Geltendorf bekommen das neue Hilfs-Löschfahrzeug HLF20. Und da es sich um zwei exakt baugleiche Modelle handelt, gibt es vom Freistaat Bayern extra Zuschüsse. Für das 410 000 Euro teure Fahrzeug erhält die Gemeinde Reichling 130 900 Euro Zuschuss. Bei einer Einzelbestellung es nur 119 000 Euro gegeben. Die Sammelbestellung bringt somit einen um zehn Prozent höheren Zuschuss ein – das sind fast 12 000 Euro. Geld, das die Reichlinger für andere Projekte dringend brauchen können.

Um das richtige Fahrzeug zu finden, das den Anforderungen von beiden Feuerwehren genügt, bildeten die Brandschützer ein Beschaffungsteam: Sieben Floriansjünger aus Reichling und sieben aus Geltendorf taten sich zusammen und einigten sich nach etlichen Besprechungen und Besichtigungen schließlich auf ein baugleiches Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug auf einem Allradfahrgestell. Die beiden Fahrzeuge werden jetzt europaweit ausgeschrieben.

Die Feuerwehren haben Gemeinsamkeiten

„Es ist nicht selbstverständlich, dass zwei sich finden und dann auch noch so gut verstehen“, betonte Reichlings Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. Dies können auch die Kommandanten bestätigen: Bei Reichling und Geltendorf habe es einfach „gepasst“, berichten Johann Haberl und Johann Riesemann (erster und zweiter Kommandant aus Reichling) sowie Hans Georg Liegsalz und Andreas Höpfl (erster und zweiter Kommandant aus Geltendorf) übereinstimmend.

Ganz nebenbei entdeckten die beiden ersten Kommandanten, dass sie nicht nur bei der Feuerwehr viele Gemeinsamkeiten haben, sondern auch im privaten Bereich: Beide sind gleich alt, beide heißen Johann, und beide sind vor kurzem zum zweiten Mal Vater geworden. Und sogar die beiden Töchter haben die gleichen Namen: Sie heißen Lena und Emilia.

Aber auch zwischen den beiden Gemeinden herrscht Einigkeit: Zwischen Reichling und Geltendorf bestünden ja schon seit vielen Jahren sehr enge Kontakte, wie die Bürgermeister Margit Horner-Spindler (Reichling) und Wilhelm Lehmann (Geltendorf) bestätigen.

Die Zusammenarbeit in Sachen Feuerwehrfahrzeug kam durch einen glücklichen Zufall zustande: Höpfl, der zweite Kommandant aus Geltendorf, ist der Schwager des Reichlinger Feuerwehrmannes Klaus Graf. Die beiden stellten den Kontakt her.

Neues Fahrzeug zum Schutz der Bürger

Dabei hatte die Gemeinde Reichling sich zuvor schon intensiv darum bemüht, um eine zweite Gemeinde für eine Sammelbestellung zu finden – sowohl im Landkreis Landsberg als auch über den Bayerischen Gemeindetag. „Aber das Gute liegt ja oft so nah“, stellt die Reichlinger Gemeindechefin schmunzelnd fest.

Die alten Fahrzeuge der Reichlinger und Geltendorfer Feuerwehr sind nicht nur stark rostig, sondern haben auch immer wieder Störungen und Fehler. Die Reparaturen häufen sich. Alle sind sich einig, dass die Fahrzeuge ausgetauscht werden müssen.

Die beiden Bürgermeister unterstreichen, dass bei den Feuerwehren enorm viel ehrenamtlich geleistet werde – und dass die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges zum Schutz der Bürger unumgänglich sei.

Manuela Schmid

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