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“Lebensretter“ hängt am Feuerwehrhaus

Auch Ludenhausen hat jetzt einen Defibrillator

Die Gemeinde Reichling hat einen zweiten Defibrillator angeschafft: Damit bekommt jetzt auch der Ortsteil Ludenhausen ein solches Gerät, das Leben retten kann.

Reichling/Ludenhausen – Nachdem in der Reichlinger Sparkassenfiliale bereits ein Defibrillator zur Verfügung steht, wurde nun auch in Ludenhausen eine Vorrichtung installiert, die bei richtigem Einsatz Menschen vor dem plötzlichen Herztod retten kann. Ein geeigneter Platz wurde dafür jetzt gefunden: Am Feuerwehrhaus, direkt an der Ortsdurchfahrtsstraße in der scharfen Kurve gegenüber dem Kulturzentrum „Happerger“, ist der Früh-Defibrillator zentral und gut erreichbar – und dies rund um die Uhr.

Das Gerät hängt in einem Aufbewahrungsschrank an der Außenwand des Feuerwehrhauses. Falls es benötigt wird, muss eine dünne Glasscheibe eingedrückt werden. Dahinter verbirgt sich ein roter Hebel, mit dem der Schrank geöffnet wird.

Infoveranstaltung für Bürger folgt

Natürlich ist es entscheidend, dass der Früh-Defribrillator auch richtig angewendet wird. Daher wird es für die Bürger in diesem Jahr noch eine Informationsveranstaltung geben, in der das Gerät gezeigt und erklärt wird. Den genauen Termin will die Gemeinde noch bekannt geben.

So viel jedoch vorweg: Falls ein Betroffener bewusstlos ist und nicht mehr atmet, soll der Früh-Defibrillator erst dann eingesetzt werden, wenn bereits der Notruf über die Telefonnummer 112 abgesetzt worden ist und die Herz-Lungen-Wiederbelebung schon durch einen Erst-Helfer fortlaufend durchgeführt wird.

Über 100.000 Herztode in Deutschland pro Jahr

Vor der Anschaffung des Defibrillators hatte sich die Gemeinde von dem Rettungssanitäter Edgar Linder, der gleichzeitig Sprecher der „Helfer vor Ort Reichling“ ist, ausführlich beraten lassen.

Wie wichtig das Vorhandensein eines Früh-Defibrillators ist, unterstreicht die Gemeinde mit ein paar Zahlen: Der plötzliche Herztod sei in Deutschland die häufigste Todesursache außerhalb von Krankenhäusern. Pro Jahr würden in Deutschland mehr als 100.000 Menschen an plötzlichem Herzversagen sterben. Diese Todesform übersteige die Häufigkeit des Verkehrsunfalltodes um das 12-Fache.

Es kann jeden treffen

Treffen kann es jeden – egal ob Mann oder Frau, jung oder alt, Sportler oder Faulenzer, Raucher oder Nichtraucher. Bei jedem fünften Fall seien vorher keine Herzkrankheiten festgestellt worden. Mit der Installation des Defibrillators am Feuerwehrhaus in Ludenhausen hat die Gemeinde Reichling jetzt zumindest einen wichtigen Vorsorgeschritt geleistet.

Von Michaela Schmid

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