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Der Happerger-Umbau wird rund drei Millionen Euro kosten und soll zu großen Teilen über Förderungen abgedeckt werden.   

Neues Dorfzentrum in Ludenhausen

Drei Millionen Euro für den Happerger

Die Gemeinde Reichling investiert kräftig in das neue Dorfzentrum in Ludenhausen: Knapp drei Millionen Euro fließen in den Happerger beziehungsweise dessen Umbau. Der Großteil der Kosten kann zur Freude der Gemeinde dabei über Fördergelder finanziert werden.

Reichling/Ludenhausen – In den vergangenen Wochen und Monaten waren die Mitarbeiter in der Verwaltung der Gemeinde Reichling sowie die Gemeinderäte maßgeblich damit beschäftigt, ein Konzept und eine Planung für das Kulturzentrum Happerger in Ludenhausen auszuarbeiten. Wie berichtet, soll das gleichzeitig auch eine Vereinsstätte werden. In der jüngsten Sitzung des Reichlinger Gemeinderates ging es nun darum, was das Ganze kosten soll – und wie es finanziert wird.

Der beauftragte Architekt Manfred Ullmann legte den Gemeinderäten und Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler eine Kostenberechnung vor: Demnach soll das Vorhaben rund 2,93 Millionen Euro kosten. In diesen Gesamtkosten sind der Umbau und die Sanierung des Happergers enthalten, ebenso wie die Baunebenkosten, die mit 601 000 Euro veranschlagt sind. Die Außenanlagen werden die Gemeinde rund 260 000 Euro kosten.

Im Preis für die Außenanlagen sind auch die Gestaltung des Vorplatzes, der Abriss der vorhandenen Garagen und die Kanalisation bereits mit berücksichtigt. Noch nicht in der Kostenberechnung enthalten ist dagegen die Inneneinrichtung.

Damit sie das Großprojekt überhaupt finanzieren kann, nimmt die Gemeinde Reichling an dem Förderprogramm „Innen statt Außen“ teil. Das neue Programm der Bayerischen Staatsregierung kommt Gemeinden zugute, die ihre Dorfzentren aufwerten wollen und lieber im Ort Projekte verwirklichen möchten anstatt außerhalb auf der grünen Wiese.

Diesbezüglich hat Reichlings Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler in der jüngsten Gemeinderatssitzung eine gute Nachricht zu verkünden: Die Gemeinde habe sehr gute Chancen, über das Förderprogramm für den Happerger die volle Förderung in Höhe von bis zu 80 Prozent zu bekommen.

Das Projekt sei ein „voll förderfähiges Bauvorhaben“, bekräftigte auch Architekt Ullmann. Zudem habe die Bürgermeisterin bei den Förderstellen „alle Hebel und Schalter in Bewegung gesetzt“, um die Zuschüsse zu bekommen, sagte der Architekt.

Wenn der Förderantrag wie erhofft bewilligt wird, kann die Gemeinde Reichling einen Zuschuss in Höhe von stolzen 2,34 Millionen Euro erhalten. Das würde bedeuten, dass die Gemeinde am Ende nur noch rund 586 000 Euro selbst aufbringen müsste.

Der Förderantrag liegt nach Angaben der Rathauschefin bereits im Amt für Ländliche Entwicklung zur Bearbeitung vor. Nun hofft die Lechrain-Gemeinde auf eine baldige Bearbeitung samt abschließender Zusage: „Das wäre das schönste Weihnachtsgeschenk“, verkündete Bürgermeisterin Horner-Spindler.

Ohne das neue Förderprogramm der Staatsregierung hätte die Gemeinde Reichling nicht den finanziellen Spielraum, den Umbau des Happergers in dem geplanten Umfang zu verwirklichen. Das Programm richtet sich an Gemeinden, die vorrangig die Innenentwicklung vorantreiben, anstatt auf die Außenbereiche zu setzen. Der Freistaat will damit die Instandsetzung und Modernisierung von leer stehenden Gebäuden in den Ortskernen fördern.

MANUELA SCHMID

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