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Dieser Christbaum bringt Reichling zum Strahlen

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Von: Theresa Kuchler

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Hell erleuchten lassen rund 7500 kleine Lämpchen den Christbaum der Familie Lang in Reichling.
Hell erleuchten lassen rund 7500 kleine Lämpchen den Christbaum der Familie Lang in Reichling. © Privat

In Staunen versetzt der Christbaum von Familie Lang alle, die an der großen Glasfront ihres Wintergartens vorbeispazieren. Viele tausend Lämpchen erleuchten die gut sechs Meter hohe Tanne, die gerade noch rechtzeitig zum Fest fertig geworden ist.

Reichling – „Das ist der größte Baum, den wir jemals hatten“, sagt Sieglinde Lang, die ein Foto ihres Christbaums an die Heimatzeitung übersandt hat. Rund 7500 Lichter schmücken den 6,50 Meter hohen Baum, der seit Heiligabend in dem Wintergarten der Familie reichlich Platz einnimmt. Gerade so passe die Tanne in den Raum, der wegen einer großen Glasfront gut von außen einsehbar ist. „Bisher hatten wir Lichterketten mit höchstens 3500 Lämpchen drauf“, so die Reichlingerin. In diesem Jahr hätte das bei Weitem nicht ausgereicht.

Vor allem die Leute, die vom nahe gelegenen Wurzberg kommen, würden vor dem Haus anhalten, um den Baum zu bewundern. Nicht nur an Silvester sei der Wurzberg, den Lang als „Balkon Oberbayerns“ mit herrlichem Ausblick beschreibt, ein beliebtes Ziel von Spaziergängern. Bei den Passanten sorge das weihnachtliche Lichtermeer, das in den Abendstunden die gesamte Umgebung erhellt, jedes Mal für leuchtende Augen. „Das ist der Hauptgrund, warum wir das machen.“

Bei Passanten sorgt das Lichtermeer für leuchtende Augen

So hat sich regelrecht eingebürgert, dass die Familie einen besonders großen Christbaum für den Wintergarten besorgt. Nur im vergangenen Jahr haben die Reichlinger auf ihre Weihnachtstradition verzichtet – wegen eines Sterbefalls stellten sie nur einen kleinen Baum auf, an dessen Spitze sie eine schwarze Schleife banden.

Für das Behängen der Tanne mit Lichterketten ist stets der 29-jährige Sohn Roman zuständig. „Er ist da ein echter Künstler, mit so einer Geduld“, zeigt sich die Mutter beeindruckt. Um die Tanne bis zur Spitze zu schmücken, sei das mitunter waghalsige Besteigen einer Leiter unabdingbar. „Da schwitz’ ich beim Zusehen jedes Mal“, sagt Sieglinde Lang und lacht.

„Auf den letzten Drücker“ ist der Weihnachtsbaum fertig geworden

Heuer ist der Weihnachtsbaum, den die Familie von einem Bauern aus Reichlingsried bezogen hat und der wegen seiner Größe über den Balkon hochgezogen werden musste, gerade noch rechtzeitig fertig geworden. Der Grund: „Mein Sohn hat genau vor Heiligabend festgestellt, dass noch 2000 Lämpchen fehlen“, berichtet Lang. Zunächst erschien es unwahrscheinlich, dass die Lichter noch rechtzeitig besorgt werden könnten. Doch aufgeben war keine Option: So machte sich letztlich der Chef des jüngeren Sohns auf den Weg, um weitere Lichterketten zu besorgen. Auf den letzten Drücker wurde die Tanne fertig.

Dieses Mal wird der Baum womöglich eine Woche länger stehen bleiben als sonst. Auch, weil er den Nachbarn so viel Freude bereite, wie Lang erzählt. Wenn es schließlich an der Zeit ist, wird der Bauer die Tanne, die er der Reichlinger Familie eine Woche vor Weihnachten brachte, wieder abholen. „Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Sieglinde Lang. Wegen der Größe könnte sie den Baum nicht so einfach selbst entsorgen.

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