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So soll der Bebauungsplan für die Erlebnisgärtnerei in Reichling aussehen. In blau ist der Verkaufs- und Cafébereich mit der Gewächshauseinheit zu sehen. Innerhalb des gelb umrandeten Bereiches soll das zweite Gebäude mit Maschinenhalle entstehen. 

Gemeinderat Reichling

Erlebnisgärtnerei wird konkreter

Für die geplante Erlebnisgärtnerei in Reichling stellt die Gemeinde nun einen Bebauungsplan auf. Wie die Erweiterung der bestehenden Gärtnerei „Löwenzahn“ konkret aussehen soll, war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Reichling – Eine Erlebnisgärtnerei mit Laden, Café und Seminarräumen: Diese Pläne könnten sich die meisten Reichlinger Gemeinderäte durchaus vorstellen. Lediglich eine Betriebsleiterwohnung sahen einige Ratsmitglieder kritisch.

Aber zunächst zu dem Vorhaben an sich: Der bestehende Hofladen in Reichling, den die Gärtnerei derzeit noch in der St.-Nikolaus-Straße im Ortszentrum in Reichling betreibt, platzt aus allen Nähten. Daher – und auch aufgrund der schwierigen Parksituation im Dorf – soll die Verkaufsstelle direkt an das Gärtnereigelände verlagert werden, das sich jedoch im Außenbereich befindet. Weiter soll die neue Erlebnisgärtnerei durch ein Café und Seminarräume aufgewertet werden.

Planer Dietmar Hörner vom gleichnamigen Architekturbüro in Schongau erläuterte den Reichlinger Räten jetzt, wie das bestehende Gärtnereigelände künftig aussehen soll. Ausgehend davon stellte er einen ersten Entwurf für den Bebauungsplan „Sondergebiet Erlebnisgärtnerei mit Verkaufsstätte“ vor.

Laut Bebauungsplan sollen zwei Gebäude entstehen: Im ersten Gebäude sind auf einer Seite die Gewächshäuser vorgesehen, und auf der anderen der Laden, das Café und die Seminar- und Schulungsräume – letztere im Obergeschoss, alles andere im Erdgeschoss.

Das Gebäude soll als Glashaus ausgeführt werden, und zwar so, dass man vom Laden, dem Café und den Schulungsräumen aus direkt in die Produktion, sprich die Gewächshäuser, blicken kann. In den Seminarräumen sollen Kurse über Saatgut, Gartenbau und dergleichen stattfinden.

Im zweiten Gebäude sollen eine Maschinenhalle, ein Raum für Gemüseaufbereitung und eine Betriebsleiterwohnung entstehen. Ob die rund 80 Quadratmeter große Betriebsleiterwohnung verwirklicht wird, ist jedoch noch fraglich: Mehrere Räte befürchten, dass sich andere Bürger benachteiligt fühlen könnten, wenn eine Wohnung im Außenbereich verwirklicht würde. „Ich kann mir das vorstellen, aber ohne Wohnung“, sagte zum Beispiel Vizebürgermeister Benedikt Schmid, der die Sitzung in Vertretung von Gemeindechefin Margit Horner-Spindler leitete.

Der Verkaufsbereich mit Café soll 280 Quadratmeter groß werden, die Gewächshauseinheit 300 Quadratmeter, und das Gebäude mit der Maschinenhalle 215 Quadratmeter groß. Laut Bebauungsplan sind 21 Stellplätze vorgesehen: Das sind drei mehr als nötig. Annette Socher hegt jedoch Bedenken, dass zu viel Verkehr entstehen könnte – insbesondere durch Liefer-Lastwagen. Allerdings sagten die Betreiber in der Sitzung auf Anfrage, dass derzeit nur einmal pro Woche geliefert werde.

Die Entscheidung über die Aufstellung des Bebauungsplanes wurde in der jüngsten Reichlinger Gemeinderatssitzung jedoch vertagt: Die Gemeinderäte wollten sich erst noch die Unterlagen genauer ansehen.

Manuela Schmid

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