+
Nach dem geschafften Klassenerhalt ein Dank an die Fans: Die Rotter Fußballer feierten ausgelassen den Sieg.

Fußball: Spiel der Woche

Rott rettet sich mit Sieg im Derby gegen Apfeldorf

  • schließen

Für die einen geht es um alles, genauer gesagt um den Verbleib in der A-Klasse 8, für die anderen ums Prestige, um die Ehre: Beste Voraussetzungen also für das Fußballspiel der Woche zwischen dem TSV Rott und dem SV Apfeldorf.

Rott – Während es für den SV Apfeldorf, der den Klassenerhalt schon längst sicher hat, im Derby nur noch um die Ehre geht, braucht der TSV Rott aus den ausbleibenden zwei Spielen noch drei Punkte, um sich zu retten. Wer jetzt aber wild anstürmende Rotter erwartet hätte, der wurde getäuscht: Zwar ist das Team von Trainer Salvatore Scolaro durchaus offensiv ausgerichtet, erwartet die Apfeldorfer aber erst auf Höhe der Mittellinie, attackiert sie dort und zwingt sie zu Fehlern.

Zunächst ist Apfeldorf das gefälligere Team, kommt durch einen Schuss von Michael Staltmeier zur ersten Chance. Auf der Gegenseite setzt Rotts Philipp Rieger einen Freistoß genau in die Arme von SVA-Keeper Timotheus Albert.

Mitte der ersten Hälfte wird Rott zielstrebiger, kommt mit langen Bällen auf die schnellen Offensivspieler zu Chancen. Eine davon bringt das 1:0: Christoph Rupp erläuft sich einen langen Ball und passt von der gegnerischen Grundlinie zurück, wo Lukas Hofmann steht, der zum 1:0 trifft (21.). Da der SV Apfeldorf nicht wirklich zwingende Chancen hat, kommt der Ausgleich kurz vor dem Pausenpfiff wie aus heiterem Himmel: Apfeldorfs Markus Bader zirkelt einen Freistoß aus gut 20 Metern sauber an der Mauer vorbei in den Winkel des Rotter Tors (43.).

Zu zweit lässt sich besser Druck ausüben: Gutes und aggressives Pressing war Rotts Erfolgsrezept. 

Jetzt heißt es für die Rotter, nicht zu verkrampfen und Nerven zu zeigen. Denn der VfL Denklingen II, Rotts schärfster Gegner im Kampf um einen Nicht-Abstiegsplatz, hat vorgelegt und gegen Ingenried gewonnen.

Und das gelingt den Gastgebern ganz gut: Nach einem langen Abschlag von TSV-Keeper Thomas Blank geht der starke Lukas Hofmann mit dem Ball auf der rechten Seite bis zur Grundlinie. Von dort passt er scharf in die Strafraummitte, wo Christoph Rupp nur noch den Fuß hinhalten muss (51.). Es steht 2:1 für Rott. Bliebe es dabei, wäre der Klassenerhalt geschafft.

Und die Rotter tun viel dafür, dass es auch so kommt: Während die Apfeldorfer den Ball nicht zu zwingenden Chancen in den Rotter Strafraum bekommen, erspielen sich die Gastgeber nach bewährtem Rezept weitere Chancen. Die beste davon vergibt in der 75. Minute Christoph Rupp, der allein vor dem Apfeldorfer Tor stehend genau in die Arme von Keeper Albert schießt.

Zittern müssen die Rotter eigentlich nur noch zwei Mal: Denn zwei Mal bekommen die Gäste einen Freistoß etwa genau auf der Strafraumgrenze zugesprochen. Und beide Male tritt wieder Markus Bader, der per Freistoß das 1:1 erzielt hat. Aber einen Freistoß setzt Bader über das Tor, den anderen in die Mauer. Und so zittern die Rotter bis zum Schlusspfiff, mit dem der Klassenerhalt fix ist.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kuriose Apfelernte: Zwischen toll und nichts
Nächste Woche nehmen im Schongauer Land die ersten Obstpressen wieder ihren Betrieb auf. Allerdings dürfte sich der Ansturm zum Mosten in Grenzen halten, denn die …
Kuriose Apfelernte: Zwischen toll und nichts
Wenn Gardasee-Trip die Blutspende verhindert
Im Sommer ist es für den Blutspendedienst wegen Badewetter und Urlaubszeit schwer, ausreichend Blutspenden zu bekommen. Deshalb kommen Aktionen wie von der Landjugend …
Wenn Gardasee-Trip die Blutspende verhindert
Fahrer flüchtet nach Unfall - und hinterlässt verräterische Spur
Ein 59-Jähriger verursachte in Peiting mit seinem Auto einen Unfall. Daraufhin begeht er Fahrerflucht. Doch er vergisst eine Kleinigkeit und hinterlässt offensichtliche …
Fahrer flüchtet nach Unfall - und hinterlässt verräterische Spur
Stau wegen Bankett-Ausbesserung
Wer heute auf der Marktoberdorfer Straße, einer der Schongauer Hauptachsen, unterwegs war, musste etwas mehr Zeit mitbringen: Es gab lange Staus.
Stau wegen Bankett-Ausbesserung

Kommentare