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Entscheidung über Radweg vorerst vertagt

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An der Kreisstraße LL 15 zwischen Reichling und Rott könnte im Zuge des Ausbaus ein Radweg entstehen. Die Reichlinger Gemeinderäte haben im Moment allerdings eine andere Wegführung im Auge. © Schmid

Direkt an der Kreisstraße, oder lieber in der Prärie? Wo der Radweg zum Nachbarort Rott verlaufen sollte, darüber hat sich der Reichlinger Gemeinderat jetzt so seine Gedanken gemacht.

Reichling – Im Endeffekt ist es wohl eine Preisfrage: Für einen Geh- und Radweg entlang der Kreisstraße LL 15 müsste die Gemeinde Reichling rund 100 000 Euro ausgeben, wie in der jüngsten Ratssitzung bekannt wurde. Dies ergab die Kostenschätzung des Landkreises Landsberg.

Wie berichtet, möchte der Landkreis die Straße ausbauen und hat angeboten, für einen zusätzlichen Radweg 50 Prozent der Kosten zu übernehmen. Die anderen 50 Prozent müssten die Gemeinden Reichling und Rott tragen.

Da dies einschließlich Grunderwerb aber für Reichling unter dem Strich eben immer noch 100 000 Euro ausmachen würde, dachten einige Räte in der jüngsten Sitzung über eine günstigere Alternative nach. Favorisiert wurde von der Mehrheit ein Feldweg, der etwas abseits der Kreisstraße verläuft. Diesen Weg könnte man etwas verbessern – besonders an der Gefahrenzone an der Bachrunzel, so die Überlegungen der Räte. Eine Gruppe aus dem Gemeinderat (Heidrun Höbel, Ernst Holl und Heinrich Quartal) soll sich jetzt mit dem Thema befassen und Vorschläge für eine Herstellung des bestehenden Weges erarbeiten.

Einen Bau eines Radweges entlang der Kreisstraße wurde dagegen von der Mehrheit als sehr teuer erachtet – zumindest, was das Kosten/Nutzen-Verhältnis angeht. Die Gemeinde Reichling habe mit dem vorhandenen Feldweg ja bereits einen sehr schönen Radweg, stellte Hans-Jürgen Korn fest. Und Alexander Graf bezweifelte, dass der neue Weg überhaupt von vielen Radlern genutzt würde, da viele lieber auf der Straße fahren würden. Heidrun Höbel meinte, dass ein Radweg etwas abseits der Straße schöner zu fahren wäre als ein Weg direkt an der Kreisstraße.

Ein Großteil des Ratsgremiums war schlichtweg der Meinung, dass sich die hohe Investition nicht lohnen würde bzw. das Geld an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden könnte. Es gab aber auch andere Meinungen: Hubert Frankl war der Ansicht, dass gerade Schüler den direkten Weg eher nutzen würden als einen Weg, der „ums Eck“ führe.

Bevor der Radweg wieder in den Gemeinderat kommt, soll die Arbeitsgruppe nun erst ihre Vorschläge ausarbeiten.

Manuela Schmid

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