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Der Happerger in Ludenhausen wird umgebaut und saniert.

Gemeinderat Reichling

Happerger-Umbau sprengt Limit

Teurer als erwartet kommt der Umbau des Kulturzentrums Happerger in Ludenhausen: Die Millionengrenze wird nun doch überschritten. Für den ersten Bauabschnitt muss die Gemeinde knapp 1,3 Millionen Euro ausgeben. Der Reichlinger Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung der umfangreichen Sanierungsmaßnahme zu.

Ludenhausen – Eigentlich hatte die Gemeinde ein Kostenlimit von einer Million Euro festgesetzt. Doch in der Sitzung legte Architekt Manfred Ullmann nun dar, dass mit diesem Budget die Maßnahme nicht wie geplant durchgeführt werden könne. „Wenn wir es vernünftig machen, schaffen wir es nicht“, stellte der Architekt klar. Letztendlich entschied sich das Gremium einstimmig dafür, in den sauren Apfel zu beißen und die Mehrkosten hinzunehmen.

Es ist eine bedeutende Entscheidung: Mit der Zukunft des Happergers hatte sich die Gemeinde schon seit mehreren Jahren befasst. Die Baumaßnahme sei eine große Investition in die Zukunft – eine für die nächsten Jahrzehnte, betonte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler.

Architekt Ullmann stellte dem Gemeinderat die Pläne für den Umbau und die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses vor, in das künftig bis zu 350 Personen eingelassen werden dürfen. Das Erdgeschoss sowie sämtliche Brandschutzmaßnahmen im gesamten Gebäude werden im ersten Bauabschnitt erledigt. Im zweiten Bauabschnitt folgen dann das Obergeschoss und das Dach. Neben einem großen Saal entstehen im Erdgeschoss die Küche mit Essensausgabe, ein Foyer sowie die Toiletten. Neu errichtet wird ein Bühnenanbau (hinter der bestehenden Bühne): Dort werden auch Umkleiden sowie eine Toilette für die Bühnenakteure geschaffen.

Im Obergeschoss sollen dann später Räume für zwei Vereine eingerichtet werden: Für die Schützen und für den Jugendclub. Bei den Bauarbeiten sollen sich auch Bürger einbringen: Es sind eine ganze Reihe von Eigenleistungen geplant.

Im Gemeinderat kam die Frage nach der Finanzierung auf. Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler erklärte, dass für die Maßnahme 700 000 Euro im Haushalt für das laufende Jahr eingestellt seien, weitere 300 000 Euro seien für das nächste Jahr vorgesehen gewesen. So sahen jedenfalls die Pläne mit dem bisherigen Budget aus.

Für die weitere Finanzierung schloss die Bürgermeisterin auch einen Verkauf der alten Schule nicht aus: Das Gebäude befindet sich gleich nebenan und beherbergt derzeit noch den Jugendclub und die Schützen. Sobald das komplette Gebäude renoviert ist, könnten die Vereine, die momentan in der alten Schule untergebracht sind, in den Happerger ziehen, erläuterte Horner-Spindler. Das alte Schulgebäude könnte dann eventuell verkauft werden, was zur gegebenen Zeit aber erst noch im Gemeinderat diskutiert werden müsse.

Manuela Schmid

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