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Neben Penny-Markt: Ludenhausen erweitert Gewerbegebiet - was dort geplant ist

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Von: Manuela Schmid

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In der Gemeinderatssitzung erläuterte Verwaltungschef Wolfgang Hentschke (links) den Bebauungsplan. Rechts Reichlings Bürgermeister Johannes Leis.
In der Gemeinderatssitzung erläuterte Verwaltungschef Wolfgang Hentschke (links) den Bebauungsplan. Rechts Reichlings Bürgermeister Johannes Leis. Auf dem Plan ist im Süden der Penny-Markt (in grau) eingezeichnet, im Norden ist der neue Gewerbegrund umrandet. © Manuela Schmid

Direkt hinter dem Penny-Markt in Ludenhausen soll weiterer Gewerbegrund entstehen. Ein Reichlinger Bürger will dort einen Dreh- und Frästechnikbetrieb errichten. Im Gemeinderat leitete man jetzt das nötige Bebauungsplanverfahren in die Wege.

Reichling – Der Bauwerber Christian Nuscheler, der seinen Betrieb nördlich des Penny-Marktes am Ortsausgang Richtung Issing ansiedeln will, hat bereits eine Produktionsstätte im Ortsteil Reichling in der Flößerstraße. Da der Platz dort jedoch nicht mehr ausreicht, will er diesen Betrieb in den Ortsteil Ludenhausen verlagern.

Verwaltungschef Wolfgang Hentschke erläuterte in der Sitzung den Entwurf für den für das Vorhaben nötigen Bebauungsplan. Das betreffende Grundstück liegt direkt neben dem bestehenden Penny-Areal: „Nördlich angrenzend wird eine kleinere gewerbliche Baufläche geschaffen“, erklärte Hentschke. Diese sei insgesamt 1679 Quadratmeter groß. 30 Prozent der Fläche dürften mit Gebäuden bebaut werden – „das ist keine sehr dichte Bebauung“, stellte der Verwaltungschef klar.

Bauwerber plant PV-Anlage auf dem Dach des neuen Gebäudes

Die zulässige Wandhöhe von sechs Metern sah Hentschke hinsichtlich der Umgebungsbebauung als unproblematisch an. Ferner seien im Bebauungsplan eine Dachneigung von 15 bis 22 Grad sowie ein Satteldach vorgeschrieben.

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Zunächst war auch eine rote Dacheindeckung vorgeschrieben. Da der Bauwerber jedoch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach plant, wurde dieser Punkt heraus genommen. Somit wäre zum Beispiel auch eine anthrazitfarbene Eindeckung möglich, bei der die Photovoltaikanlage dann optisch nicht so herausstechen würde.

Grundstück bietet Platz für zwei Firmen

Auf dem Gelände dürften laut dem Bebauungsplan maximal zwei Firmen entstehen (geplant ist aber momentan nur ein Unternehmen). Bei der Firma, die sich auf der ausgewiesenen Gewerbefläche ansiedeln will, handelt es sich um einen metallverarbeitenden Betrieb, der Dreh- und Frästeile für verschiedene Firmen herstellt – also einen Zulieferbetrieb.

Der Gemeinderat stimmte der Aufstellung des Bebauungsplanes einstimmig zu – ebenso wie der nötigen Änderung des Flächennutzungsplanes. Eine weiter gehende Ausdehnung des Gewerbegebietes am nördlichen Ortsende von Ludenhausen ist momentan nicht geplant. Es wird derzeit also bei zwei Gewerbebetrieben (dem Penny-Markt und der neuen Dreh- und Frästechnikfirma) bleiben.

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