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Straßenausbau, Regenwasserkanal und Parkplätze: Für den Riederweg in Ludenhausen hat sich die Gemeinde Reichling viel vorgenommen.

Reichling investiert

Entwässerung kommt teuer: 850 000 Euro für zwei Straßen

Eine beträchtliche Geldsumme investiert die Gemeinde Reichling in den Ausbau und die Entwässerung des Riederweges und des Wirthsweges in Ludenhausen: Trotz Einsparungen kommt das Vorhaben immer noch auf mehr als 850 000 Euro.

Reichling/Ludenhausen – Noch in diesem Jahr oder spätestens 2020 sollen der Riederweg und der Wirthsweg in Ludenhausen ausgebaut werden, wie jetzt in der Reichlinger Gemeinderatssitzung zu erfahren war. Die Arbeiten sollen frühestens Mitte September starten und bis spätestens Ende Oktober 2020 abgeschlossen sein.

Insgesamt werden die Bauarbeiten jedoch nur drei bis vier Monate dauern, schätzte Ingenieur Kurt Kummer, der den Gemeinderäten die geplante Maßnahme vorstellte. Zum einen werden die beiden Straßen ausgebaut, zum anderen sollen Maßnahmen gegen das bestehende Entwässerungsproblem getroffen werden.

Darüber hinaus werden auch öffentliche Parkflächen im Riederweg (nahe des Autohauses) geschaffen: Diese könnten dann beispielsweise auch Besuchern des Kulturzentrums Happerger zur Verfügung stehen, erklärte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler in der Sitzung. Ein weiteres Stück Gehweg ist auf der Südseite des Riederwegs eingeplant. Dieser Gehweg soll dann bis zum Sportplatz weiter führen.

Schutz vor Überschwemmungen bei Starkregen

In mehreren Straßenabschnitten muss ein Regenwasserkanal gebaut werden. Damit sollen bei Starkregen künftig Überschwemmungen vermieden werden. In manchen Bereichen sei bereits ein Regenwasserkanal erstellt, teilte Kummer mit: Dieser solle natürlich verbleiben.

Um eine geeignete Firma für die große Baumaßnahme zu finden, möchte die Gemeinde nun einen sogenannten vorgeschalteten Teilnehmerwettbewerb durchführen. Die Gemeinde kann dann selbst entscheiden, welche Firmen sie für die Ausschreibung zulassen möchte und welche nicht.

Mit dem Ausbau und der Entwässerung geht die Gemeinde eine sehr umfangreiche und teure Maßnahme an. Doch die Baumaßnahme sei schließlich für viele Jahre ausgelegt, rechtfertigte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler die großen Ausgaben. „Wir nehmen viel Geld in die Hand“, stellte auch Ingenieur Kummer fest. Er riet aber davon ab, größere Abstriche zu machen: Dies würde die Ausbauqualität deutlich mindern.

38.000 Euro können noch eingespart werden

Möglich sei es jedoch, die Parkplätze nicht auszubauen, sondern nur mit Kalkschotter herzustellen, räumte er ein. Mit weiteren kleinen Abstrichen könnte die Gemeinde von den ursprünglich auf 892 681 Euro kalkulierten Kosten noch rund 38 000 Euro einsparen, führte er aus.

Die Idee mit den Parkplätzen nahm der Gemeinderat auf: Die Ausführung in Kalkschotter würde reichen, so der Tenor. Ebenso soll eine Zufahrt noch nicht ausgebaut werden. Weitere Einsparmöglichkeiten, die von Kummer noch vorgeschlagen wurden, lehnte das Gremium am Ende aber mehrheitlich ab: So werden beim Gehweg am Wirthsweg und bei mehreren anderen Zufahrten keine Abstriche gemacht.

Ansonsten soll die gesamte Maßnahme laut Gemeinderatsbeschluss so ausgeführt werden, wie sie vom Ingenieur in der Sitzung vorgestellt wurde. Auf zusätzliche bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, wie sie von einigen Anwohnern gefordert wurden (wir berichteten), verzichtet die Gemeinde jedoch.

MANUELA SCHMID

Lesen Sie auch: Anwohner fordern Tempo-30-Zone - Gemeinderat überrascht mit anderer Problemlösung

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