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Ein großzügiger Kreisverkehr entschärft die gefahrenreiche Abzweigung nach Apfeldorfhausen. 

2,5 Millionen Euro-Maßnahme

Straßen-Neubau zwischen Reichling und Rott nähert sich dem Abschluss

  • Klaus Mergel
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Die Anlieger können aufatmen: Ab Mitte August soll plangemäß die Kreisstraße zwischen Reichling und Rott wiederhergestellt sein. Die Kosten der Baumaßnahme: 2,5 Millionen. Daran beteiligen sich der Landkreis Landsberg und die Gemeinden Reichling, Rott und Apfeldorf.

Rott/Reichling – Sie war eine bucklige, enge und auch gefährliche Strecke: Erst im November 2019 kam es bei der Abbiegung nach Apfeldorfhausen zu einem Unfall mit zwei Schwerverletzten. Die kurvenreiche Piste ist nun Vergangenheit: Seit 26. April ist die Kreisstraße LL15 für den Neubau gesperrt.

Mancher Autofahrer ärgerte sich vielleicht zwischenzeitlich über den Umweg – kann sich aber nun auf die neue, besser ausgebaute Verbindung zwischen Reichling und Rott ab Mitte August freuen. „Wir liegen recht gut in der Zeit, den Termin Mitte August können wir gut einhalten“, sagt Johannes Ried, Sachgebietsleiter Tiefbau vom Landratsamt Landsberg.

Die relativ gute und trockene Wetterlage im Frühjahr kam den Erdarbeiten entgegen. Die Straße wurde laut Ingenieur Rief von Grund auf neu hergestellt: Ein neues Frostschutzkies wurde eingebaut, ebenso eine neue Asphalttragschicht. Die Straße, die vorher etwa fünf Meter breit war, misst nun die Mindestbreite für Kreisstraßen von sechs Metern plus 1,5 Meter Bankett und Böschung. „Die Linienführung und die Kurvenradien wurden auch nach aktuell geltenden Richtlinien festgelegt“, sagt Ried.

Neuer Kreisverkehr entschärft Kreuzung

Und: Bei der Abzweigung nach Apfeldorfhausen wurde ein Kreisverkehr errichtet, um diesen unübersichtlichen Knotenpunkt zu entschärfen. „Beim Kreisverkehr ist die Asphalt-Tragschicht bereits aufgetragen. An der Straße selbst müssen wir sie noch fertigstellen“, so Ried. Was auch noch zu tun ist: die Randbereiche mit der Böschung profilieren und mit Humus auffüllen. Durchgeführt werden die Arbeiten durch die Schongauer Firma Tiefbau Strommer.

Laut Ried stellten die Corona-Beschränkungen im April und Mai keinerlei Hindernisse für die Arbeitsverlauf dar. „Im Straßenbau gibt es praktisch keine Handarbeiten mehr. In der Regel sitzt dann ein Mann auf einer Maschine“, sagt Ried. Die Baubesprechungen seien mit dem nötigen Mindestabstand durchgeführt worden, stellten also auch kein Problem dar.

Die Kosten für die 1,65 Kilometer lange Strecke liegen laut Ried bei 2,5 Millionen Euro. Daran beteiligen sich Reichling, Rott und Apfeldorf freiwillig. Zudem bleiben die Kosten in dem angestrebten Kostenrahmen. Was die eher finanzschwachen Gemeinden freuen dürfte: Der Freistaat Bayern fördert die LL15 mit einer Zuwendung von 1,07 Millionen Euro durch das Bayerisches Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.

Radweg folgt im zweiten Bauabschnitt

Ein kleines Zuckerl gibt es noch obendrein: In Reichling soll künftig ein 300 Meter langes Rad- und Gehwegstück zu einem Wirtschaftsweg führen – und das gleich zweimal, in der Untergasse und parallel in der Keltenstraße. Wann der zweite Bauabschnitt sein wird, kann Ried derzeit noch nicht sagen: „Derzeit sind wir noch in Grundstücksverhandlungen.“ Das Ziel sei jedoch das Jahr 2022. Ursprünglich war sogar ein Rad- und Gehweg komplett bis Rott angedacht – dafür sah man jedoch im Reichlinger Rathaus bei der Planung keine Notwendigkeit.

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