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Die NaglMusi begeisterte im Happerger Ludenhausen.

NaglMusi beim Happerger in Ludenhausen

Schaurige und komische Sagen

Nach ihrem ersten Auftritt vor zwei Jahren mit dem Programm: „Rauhnachtsagen“, war die NaglMusi mit Karl-Heinz Hummel und Evelyn Plank wieder zu Gast im Happerger Ludenhausen. Mit ihrem Programm „BergSagenNacht“ begeisterten sie ihr Publikum im vollen Happergersaal.

Reichling/LudenhausenPerfekt aufeinander abgestimmt, erzählten Hummel und Plank schaurige und komische Sagen. Seit 1976 spielt die NaglMusi selbst komponierte, eigenwillige, aber sehr stimmige Stücke.

Mit jeder Menge Utensilien, von der Heugabel über den Silberlöffel bis hin zur Handpuppe, wurde hantiert, und mit einer herrlich verstellbaren Stimme ahmte Evelyn Plank Berggeist Norck, die Truden und des Venedigermandl nach, das mit Zauberlaterne und Goldstaub einst zu sehen ward. Ein ominöser Silberlöffel des Baders war in „aller Munde“, davon erzählt wohl eine alte Sage.

Karl-Heinz Hummel mixte Vergangenheit und Gegenwart. Von der Andechser Bierjungfrau zum Noagalzutzler hatte er zu berichten. Besonderes schauspielerisches und Stimmen imitierendes Talent bewies Evelyn Blank bei der Geschichte vom Kasermandl, das einst auf der Alm bei einem guten Senner hauste und ihm gar half beim Hüten und Kasen. Wie es dann geschah, dass dies Kasermandl in einem Käselaib landete und erst in einem feinen Hotel im Fonduetopf aus dem schmelzenden Käse wieder an die Oberfläche gelangte und dabei zu viel Zwetschgenwasser erwischte, sorgte bei der bildlichen und lebhaften Schilderung im Publikum für große Erheiterung.

Auch eine Nixe aus dem Walchensee und der Teufel, den ein Mesner gerade noch überlisten konnte, nicht die Isar umzuleiten, sowie von einer verhexten Heugabel wussten sie zu berichten.

Rolf Nagl, Janine Schmidt, Bärbel Steinbigler, Uwe Block und Daniel Kollmer punkteten mit fantastischer, passender Musik. Richtig gute Musikerinnen und Musiker, die es verstanden, mit allerlei Instrumenten eine ungewöhnliche Stubenmusi und einen Liedermix vom Alpenland bis Senegal und Hawaii auf die Bühne zu bringen, honoriert vom Publikum. Erst nach Zugaben ließ man die NaglMusi von der Bühne. So kam das Publikum in den Genuss von „Obacht Weihnacht“ und dem Gedicht Schneewind.

Info:

Otmar Schwenzeck, Vorsitzender des Kulturfördervereins machte auf kommende Veranstaltung aufmerksam: Sonntag, 27. Januar, 19 Uhr: Konzert mit Michael Fitz. Kabarett und Musik gibt es mit „Drei Kritische“ am Sonntag, 10. Februar, um 19 Uhr. Ein Weißwurstfrühstück mit Live-Musik der Gruppe „Kupferdache“ ist für Sonntag, 17. Februar, ab 10.30 Uhr geplant.

Gisela Klöck

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