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Schauplatz des Lechgautrachtenfestes war vergangenes Jahr die Gemeinde Reichling. Stark vertreten war dabei auch die junge Generation. „Kinder sind unsere Zukunft“, sagt Bürgermeisterin Margit Horner- Spindler.

Serie zur Ortsentwicklung (Teil 15)

Reichling setzt auf den Nachwuchs

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„Bauen, Bauen, Bauen und nochmal Bauen!“, fordert die Bayerische Staatsregierung von Städten und Gemeinden. Wohnraum wird im Freistaat immer knapper. Wir wollen in unserer Serie zur Ortsentwicklung von den 22 Kommunen aus dem Verbreitungsgebiet der Schongauer Nachrichten wissen, wie stark sie in den kommenden 20 Jahren wachsen möchten und können. Heute: Reichling.

Reichling Die Gemeinde Reichling im Landkreis Landsberg und ihre 1700 Einwohner halten nichts von Stillstand: „Wir freuen uns über ein stets gesundes und ausgewogenes Wachstum“, sagt Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler.

Junge Familien und Senioren

Selbstverständlich sei in Reichling der Zuzug junger Familien erwünscht, „Kinder sind unsere Zukunft“, betont die Rathauschefin. Und die Senioren werden im Ort auch nicht allein gelassen. 2015 öffnete ein Mehrgenerationenhaus, in dem Menschen im Alter eine Wohnung finden, „außerdem sind die Senioren untereinander vernetzt, sodass regelmäßige Treffen in Reichling und Ludenhausen stattfinden“, berichtet Horner-Spindler. „Wir haben ein intaktes Vereinsleben, in das alle Altersgruppen eingebunden sind.“

Einheimische

Einheimischen Bauwerbern steht in Reichling Bauland zur Verfügung, und daran wird sich laut Bürgermeisterin auch in Zukunft nichts ändern. Ganz wichtig ist der Gemeinde, junge Reichlinger und Ludenhausener im Ort zu halten. Jeder Einheimische, der Bauland erwerben möchte, kann innerhalb kürzester Zeit darüber verfügen.

Bauland

Aktuell wurde ein Baugebiet mit elf Bauplätzen zum Verkauf ausgewiesen. Die Gemeinde stehe für weiteres Bauland in Verhandlung, heißt es. „Es wird wohl ein Teil der Bauplätze noch in diesem Jahr verkauft werden“, meint Horner-Spindler. Konkret richte sich die Veräußerung nach der Nachfrage und der Entscheidung des Gemeinderats. Die Einheimischen zahlen für die gemeindlichen Grundstücke 125 Euro pro Quadratmeter. Über Bauflächen im Privateigentum kann die Gemeinde keine Angaben machen. Vom Gutachterausschuss im Landratsamt Landsberg wurde für Grundstücke ein Preis von 160 Euro pro Quadratmeter ermittelt.

Verdichtung

Die Gemeinde sei vorrangig um eine Ortsverdichtung sowie die Nachverdichtung und den Abschluss am Ortsrand bemüht, erläutert die Bürgermeisterin. Im Flächennutzungsplan seien entsprechende Baulandflächen vorgesehen.

Infrastruktur

Über einen Mangel an Einkaufsmöglichkeiten können sich die Reichlinger nicht beschweren: Die Bürgermeisterin verweist zum Beispiel auf „unsere BMWs“ und meint damit Bäcker, Metzger und Wirt. Auch mit dem „hervorragenden Kindergarten“, dem Mehrgenerationenhaus, der Hausarztpraxis und den Handwerksbetrieben in Reichling sei die Infrastruktur gesichert. Dazu gibt es ein Netzwerk für die Grundversorgung im Ortsteil Reichling: „Der Hofladen mit Naturkost-Produkten sowie Bäckerei und Metzgerei und weitere Geschäfte erweitern ihre Angebote, damit Dinge des täglichen Bedarfs im Ort gekauft werden können“, erläutert die Rathauschefin den Schulterschluss der Geschäftsleute. Im Ortsteil Ludenhausen wird überdies demnächst ein Penny-Markt eröffnen. Er schließt die Versorgungslücke, die nach der Schließung aller Geschäfte entstanden war.

Gewerbeansiedlung

Ein neues Gebiet (Eggarten II) wurde bekanntlich vor vier Jahren erschlossen. Insgesamt erstrecken sich die Gewerbeflächen in der Gemeinde laut Horner-Spindler im Moment auf rund vier Hektar.

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