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Auf seinem letzten Weg mit dem Kreuz auf dem Rücken. Seit Jahrhunderten ziehen die Darsteller so durch den Ort.

Titularfest der Bruderschaft in vilgertshofen

Stille Prozession vor tausenden Zuschauern

In Vilgertshofen hat jetzt wieder das Traditionsfest der Marianischen Bruderschaft zur Schmerzhaften Muttergottes stattgefunden.

Vilgertshofen – An der Festmesse hinter der Wallfahrtskirche hatten sich dazu gut über 500 Gläubige versammelt, um den Gottesdienst, zelebriert von Festprediger Domkapitular Prälat Karl-Heinz Knebel, Pater Joaquim und Pater Niklas, dem die Diakone Rainer Renk, Franz Bauer und Georg Seidenspinner assistierten, zu verfolgen.

Unter den zahlreichen Gottesdienstbesuchern waren auch Wallfahrergruppen, Ordensleute und viel politische Prominenz, die sich jedes Jahr zum „Vilgertshofer Fest“ traditionsbewusst einfinden. Prälat Knebel stellte in den Mittelpunkt seiner Predigt die Person der Maria. Lebendige Marienverehrung – ein Kranz von Marienfesten präge unsere Glaubensfreude, so der Prälat. Positive Erfahrungen, Tradition, Lebensfreude: grundsätzlich ja sagen zu Gottes Willen, wie Maria, deren ja ihr Leben prägte. Wege der Liebe finden zu Menschen die immer älter werden, sie begleiten mit Hilfe und Geduld sei gefragter denn je.

Tausende Zuschauer verfolgten die Festmesse hinter der Wallfahrtskirche in Vilgertshofen.

Kernaussage seiner Predigt: Moderner, lebensbejahender Glaube aus Freude und Zuversicht sowie der Hoffnung auf eine von Gott getragene Welt. Musikalisch gestaltet wurde die Schubert-Messe vom Musikverein Pflugdorf-Stadl. Im Anschluss formierte sich ein Zug mit über 100 Darstellern, die mit historischen an den Oberammergauer Passionsspielen orientierten Gewändern gekleidet waren.

Mit Pferd und Soldaten, Jesus, der sein Kreuz trägt, schlängelte sich die Prozession durch den Ort, dessen Straßenränder immer von zahlreichen Buden gesäumt sind. Ein gegensätzlicheres Bild kann man sich kaum vorstellen. Kunst, Kruscht, Körbe und Spielzeug, Essensstände, Obst, Luftballons, Eisbude und dazwischen wie ein Schritt zurück in der Geschichte, das Geschehen aus der Bibel, von Moses bis Jesus letztem Weg ans Kreuz. Die Darsteller, ihre Rollen sind seit Generationen in den Familien von Vater an Sohn übergeben worden. Ein Geschehen, das sich als „Stumme Prozession“ seit 1708 jährlich wiederholt. 

ale

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