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Lichterloh in Flammen: Am Freitagabend ist in einem Reiheneckhaus in Schongau ein Feuer ausgebrochen.

Reihenhaus geht in Flammen auf

Schongau - Lichterloh gebrannt hat am Wochenende ein Reiheneckhaus im Dornauer Feld. Der Bewohner konnte sich ins Freie retten. Bei der Brandursache tappen die Ermittler noch im Dunkeln.

Es ist 22.30 Uhr, Freitagabend. Flammen züngeln in den Nachthimmel, drohen, ein Reiheneckhaus im Dornauer Feld aufzufressen, überzugreifen aufs Obergeschoss – und vielleicht noch weiter. Als die Feuerwehr zum Einsatzort in der Sint-Niklaas-Straße kommt, muss alles ganz schnell gehen: Das Wohnzimmer hat sich den Flammen bereits ergeben und auch die Terrasse brennt lichterloh. „Das Feuer hatte sich schon durch die Wohnzimmertür und die Fensterscheiben durchgebrannt“, erzählt Jürgen Haslinger. Er ist der zweite Kommandant der Schongauer Feuerwehr und war bei dem Einsatz in der Nacht von Freitag auf Samstag mit 35 Schongauer und 20 Altenstadter Feuerwehrmännern im Einsatz.

Der Bewohner des Reiheneckhauses, ein alleinstehender Mann, hatte sich bereits ins Freie gerettet. Er musste mit einer Rauchvergiftung ins Schongauer Krankenhaus eingeliefert werden. Wie es dazu kam, dass am späten Abend in seinem Wohnzimmer ein Feuer ausbricht: In dieser Sache tappt die Polizei noch im Dunkeln. Die Kripo Weilheim hat einen Sachverständigen zur Hilfe gezogen, der am Wochenende eine mögliche Brandursache untersucht hat. Informationen zum Brand gibt es deshalb von der Polizei noch nicht.

Bilder: Reihenhaus geht in Flammen auf

Bilder: Reihenhaus geht in Flammen auf

Fest steht: Das Feuer ist im Wohnzimmer ausgebrochen, hat sich bis zur Terrasse vorgearbeitet und droht auch noch in Richtung Balkon und damit in den ersten Stock des Reiheneckhauses vorzudringen, erklärt Jürgen Haslinger. „Die Gefahr, dass das Feuer auf Balkon und Dachstuhl übergreift, war extrem.“

Schnell bringen die Feuerwehrmänner die Flammen unter Kontrolle. Weil das Gebäude allerdings komplett verraucht ist, muss noch bis in die frühen Morgenstunden belüftet werden. Erst dann können die Ermittler der Kripo Weilheim den Tatort betreten.

Weil das Haus offen ist, vor allem aber auch, weil jederzeit wieder ein Brandherd entflammen könnte, stellt die Schongauer Feuerwehr eine Nachtwache. Bis ein Spezialermittler am nächsten Tag den Brandherd ermitteln soll, bleibt es ruhig im Dornauer Feld. Wie hoch der Sachschaden ist, wie der Brand überhaupt erst entstehen konnte: Das ist alles noch nicht geklärt. Sicher ist zu diesem Zeitpunkt lediglich eines: Hier haben die Feuerwehrmänner durch schnelles Eingreifen ein schlimmes Unglück verhindert.

Barbara Schlotterer-Fuchs

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