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Eindrucksvoll der Leonhardi-Ritt in Rottenbuch, umsäumt von vielen Zuschauern.

Leonhardi-Ritt in Rottenbuch

Rekordbeteilung mit 191 Reitern

Rottenbuch - Der Heilige Leonhard hätte in Rottenbuch seine Freude gehabt: 191 prächtig hausgeputzte Pferde, 17 liebevoll geschmückte Kutschen, Landauer und Festwagen sowie vier Musikkapellen bildeten einen eindrucksvollen Zug.

Es ist im bayerischen Oberland ein religiöses genau so wie ein gesellschaftliches Ereignis. Genau das ist es auch in der 1800 Seelen Gemeinde Rottenbuch. Das prächtige Herbstwetter mit nahezu sommerlichen Temperaturen sorgte für einen Rekord mit der Teilnahme von 191 Reitern. Und für gute Stimmung unter den Musikanten oben auf den Festwagen, der politischen Prominenz, die es sich auf auf dem Weg vom Sammelplatz am Hoffeld hin zum Gottesdienst auf dem Fohlenmarktplatz auf den noblen Landauern bequem gemacht hatte, und auch unter den Besuchern. Unter ihnen Harald Kühn. „Da geht einem das Herz auf, wenn man so viele Reiter und Besucher sieht, die sich zu diesem Wallfahrts- und Brauchtumsdritt versammeln“, sagte der Landtags- und Stimmkreisabgeordnete. Oben auf dem Festwagen des Rottenbucher Veteranen- und Reservistenvereins sitzt zum 21. Mal Fuhrmann Ulrich Strauß. Der in ein paar Tagen 80-Jährige meinte: „Ich fahr noch so lange, wie es unser Herrgott noch will.“

Die Standarte der Unterammergauer Leonhardi-Gemeinschaft hat Anton Speer, Landrat von Garmisch-Partenkirchen, getragen. Es war übrigens der 68. Leonhardiritt in diesem Jahr. Und wie all die Jahre zuvor, sorgte Magnus Stückl dafür, dass sich Ross, Reiter und die 17 Landauer und Festwagen in der richtigen Reihenfolge zum Zug entlang der Bundesstraße zum Gottesdienst auf dem Fohlenmarktplatz formierten. Vorneweg die Vorreiter mit Schorsch Mayr, Thomas und Johann Eiler.

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Vor Beginn des Gottesdienstes segnete Abt Barnabas Bögle Ross und Reiters. In seiner Predigt sagte der Ettaler Abt, dass der vor 1500 Jahren lebende Heilige Leonhard damals schon an die Menschen appellierte, dass sie es sind, die mit der Natur und den Tieren, alles Geschöpfe Gottes, sorgsam umgehen müssen. Leonhard im Mönchsgewand habe auch daran erinnern wollen, dass die Menschen auch mit Alten, Kranken, Einsamen und Bedürftigen in den Dörfern sorgsam umgehen sollten.

Zum Gottesdienst spielte die Rottenbucher Musikkapelle die Bach-Messe und am Ende die Bayernhymne. Danach zogen Ross und Reiter durch das Dorf.

Walter Kindlmann

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