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Gewaltige Erdarbeiten an der Verbindung zwischen Kinsau und der B17: Die Staatsstraße wird ausgebaut und ist auf Monate gesperrt.

Kinsau

Richtung B17: Straßensperrung ab heute

Ab dem heutigen Montag kommen auf die Kinsauer und die Anlieger der Lechrain-Gemeinde einige Umwege zu: Die Verbindungsstraße zur B17 wird ausgebaut und für einige Monate voll gesperrt. Umgeleitet wird über die Epfacher Straße.

Kinsau– Viele Anlieger haben die Bagger und die Arbeiten schon seit einigen Tagen bemerkt. Links und rechts der Staatsstraße 2055 werden gewaltige Erdbewegungen gemacht. Denn die Verbindung zur B17 wird komplett neu gemacht – und dies in weitaus harmonischerem Verlauf als vorher. Während die schmale Staatsstraße früher in unübersichtlichen Schlangenlinien verlief, wurde nun ein Hügel südlich abgetragen. In Richtung B17 wird die Straße Richtung Norden verlegt.

Diese Baumaßnahme war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Federführend ist dabei das Straßenbauamt Weilheim. Neben der Verlaufsänderung erhält die Straße künftig zusätzlich einen Rad- und Fußweg. Die Aufgabe der Gemeinde Kinsau dabei war der Grunderwerb für die neue Trasse. Laut Bürgermeister Marco Dollinger beliefen sich die Ausgaben dabei auf rund 120 000 Euro. Dollinger zeigte sich zufrieden: „Es hat uns keiner der Anlieger einen Stein in den Weg gelegt – allen war die Dringlichkeit des Ausbaus bewusst.“

Etwas mit Sorge erfüllt Dollinger jedoch die Umleitung. Hierfür soll die Epfacher Straße dienen, die jedoch auf sechs Tonnen begrenzt ist. „Der Schwerlastverkehr wird jedoch schon frühzeitig ab Rott umgeleitet“, sagte Dollinger. Er befürchtet, dass viele Fahrer auf die Hohenfurcher Straße ausweichen wollen, um die B17 zu erreichen – diese ist jedoch für den Kraftverkehr mit Ausnahme landwirtschaftlicher Fahrzeuge gesperrt. Und das nicht ohne Grund: „Diese Straße ist mit ihrer Breite, ihrem Verlauf und ihrem Belag nicht für den öffentlichen Verkehr ausgelegt“, so Dollinger. Er appelliert an die Vernunft der Bürger, dieses Verbot zu respektieren: „Sollte es zu Schäden an der Straße kommen, muss sie die Gemeinde Kinsau tragen.“

Auch die schmale Verbindungsstraße zwischen der Tankstelle und der Siedlung Am Ring werde definitiv nicht als Ausweichstrecke zur Verfügung stehen, betonte Dollinger. Die Sperrung gelte jedoch nicht für den Schulbus, der seinen Fahrplan sonst nicht einhalten könne.

Der Ausbau der Staatsstraße ist in zwei Etappen geplant: Der erste Bauabschnitt reicht etwa bis zur Abfahrt zur Metzgerei Kögel. Der Bau der Tragschicht soll laut Dollinger bis Weihnachten abgeschlossen, also bis dahin befahrbar sein. Der zweite Bauabschnitt wird dann bis zum Anschluss an die B17 reichen. Hier müssen die Arbeiten je nach Witterung bis zum Frühjahr warten. Angesichts der Baumaßnahmen hofft Dollinger auf einen milden Winter: „Wenn es weder Schnee noch Frost gibt, werden die Arbeiten natürlich ohne Verzug weitergehen.“

Klaus Mergel

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