+
Die Weilheim Hardcore Rocker Artifex hatten bayerische Texte mit im Gepäck, was dem Publikum gut gefiel.

Benefizkonzert im Juze Peiting

Rocken für einen guten Zweck

Peiting - Erstmals haben im Peitinger Jugendzentrum Metal- und Hardrockbands für einen guten Zweck gespielt. Vier Gruppen aus der Region ließen es ordentlich krachen, die Einnahmen soll die Bürgerstiftung erhalten.

Die Gitarrenseiten vibrierten, die Boxen wummerten, und auch das Publikum wurde zum Resonanzkörper – Konzertnacht im Peitinger Jugendzentrum. Allerdings nicht irgendein Konzert, sondern ein Frontstage Concert und erstmals eines nicht nur für die Hardrock-, Metal- und Punkszene, sondern auch noch für einen guten Zweck. „Super für uns“ lautete dann auch Jürgen Schaffarcziks Resümee. Dabei spricht der Leiter des Juze auch für den Konzertkreis Peiting, der die Entscheidung für das Benefizkonzert getroffen hat.

Elf junge Erwachsene und Jugendliche zählt der Konzertkreis, die Frontstage Concerts, die die beiden Konzertevents im Juze veranstalten, die etwas härtere und die Akustikkonzerte. Erstmals nun fiel die Entscheidung, das Geld, das hoffentlich über die Eintrittskarten hereinkommt und nach Abzug aller Kosten übrig bleibt, für einen guten Zweck einzusetzen. Dabei sei die Entscheidung für die Bürgerstiftung gefallen, so Jürgen Schaffarczik. „Weil wir über die Zustiftung eine nachhaltigere Wirkung erzielen können“, so der Sozialpädagoge über den Hintergedanken des Konzertkreises.

So konnten die Jugendlichen nicht nur lautstarke, sondern, was das Musikalische anbelangt, ausgezeichnete Vertreter ihrer Zunft in Peiting begrüßen und genießen: neben den Kemptener Metallern NASVAI auch Blackwater aus dem Chiemgau (Rock aus den Südstaaten) sowie die beiden Weilheimer Gruppen Artifex (Hardcore Rocker) und die Punk’n’Roller BastardBabes. Insbesondere die Hardrocker Artifex sorgen mit ihren bayerischen Songtexten für Aufsehen, während die anderen Gruppen zwar mit selbst geschriebenen, aber eben in Englisch gehaltenen Songtexten aufwarteten. Wie heißt es in einer der Szene-Zeitschriften so schön: „Sorgen durch ihre eingängigen Texte vor allem in der Live-Situation für gute Laune“.

Gute Laune hatten denn auch die mehr als 120 Partygänger, die sich am Samstagabend in der Lorystraße einfanden, was auch die zahlreichen Kommentare auf Facebook beweisen. Die nicht nur die Gruppen, die ja das Letzte aus Stimme und Equipment herausholten, lobten, sondern auch davon zeugen, dass die Kommentatoren wiederkommen wollen und werden.

Das nächste Akustikkonzert gibt es am 3. Dezember, das nächste Metalkonzert findet Anfang Februar kommenden Jahres statt. Nun müsse man sehen, wie viel nach Abzug der Unkosten bleibe, so Schaffarczik, der sich nochmals ausdrücklich bei den Gruppen bedanken wollte. Immerhin hätten sie teilweise einen weiten Weg – aus dem Chiemgau – auf sich genommen und dann hier, für den guten Zweck, „für lau gespielt“. Im Februar werden unter anderem Streumix und Last Glow auftreten.

Oliver Sommer

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wie eine Familie gemeinsam gegen den Voldemort in der Brust kämpft
Diese drei Worte wirken wie ein Keulenschlag. „Sie haben Krebs!“ Ohne Umschweife die knüppelharte Diagnose. Schockstarre im ersten Moment, kalter Schweiß, tiefes …
Wie eine Familie gemeinsam gegen den Voldemort in der Brust kämpft
„Einen zweiten Höldrich findet man nicht“
Er geht! Karl Höldrich, Leiter der Musikschule Pfaffenwinkel in Schongau, wird nach 13-jähriger Amtszeit zum 1. September nicht mehr an der Schule tätig sein. Er …
„Einen zweiten Höldrich findet man nicht“
Schongau: Unterschriften gegen Kinderspielplatz am Lido
Eine Gruppe Schongauer Bürger will sich nicht mit dem geplanten Kinderspielplatz am Lido abfinden und sammelt Unterschriften dagegen. Ihr Argument: Der Lido ist in …
Schongau: Unterschriften gegen Kinderspielplatz am Lido
Schüler wachsen über sich hinaus
Die Abschlussfeier ist ein Tag, an dem Eltern, Lehrer und vor allem die Schüler besonders fröhlich sind. Die meisten wenigsten. Drei neunte Klassen der Steingadener …
Schüler wachsen über sich hinaus

Kommentare