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Für die Hilfe aus der Langau, von wo sie den Rollstuhl bekam, ist Karin Schleich (hier mit ihrem Sohn Thomas) sehr dankbar.

Nach Sturz ihres Sohnes im Hausgang

Rollstuhl-Odyssee einer Burggenerin

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Burggen - Als ihr 25-jähriger Sohn Thomas im Hausgang stürzte und sich das Sprunggelenk brach, brauchte Karin Schleich dringend einen Rollstuhl für ihren Sohn. Doch die Suche sollte sich zur wahren Odyssee ausweiten. 

Es war der 30. November vergangenen Jahres, als sich der Unfall in Burggen ereignete. Thomas, der das Down-Syndrom hat, stürzte im Hausgang und brach sich das Sprunggelenk. Im Schongauer Krankenhaus erhielt er daraufhin eine Sprunggelenkskorthese, also einen Stützschuh, der statt Gips angepasst wurde. Die Ärzte rieten ihm zudem dazu nicht aufzutreten und stellten deshalb ein Rezept für einen Rollstuhl aus.

Noch am gleichen Tag setzte sich Karin Schleich daraufhin mit einem Sanitätshaus im Altlandkreis in Verbindung. Und die schickten auch gleich einen Mitarbeiter, der die Sitzfläche ausmessen sollte, die Thomas brauchte. „der hat völlig falsch gemessen“, erklärt Karin Schleich und ergänzt: „Statt der erforderlichen 47 Zentimeter kam er auf 54 Zentimeter. Eine frühere Messung hat aber eindeutig belegt, dass er nur 47 Zentimeter Sitzfläche benötigt.“

Karin Schleich war erst geschockt - doch zum Glück war Rettung nah 

Als Karin Schleich anschließend nichts mehr aus dem Sanitätshaus hörte, rief sie nochmal an. „Da wurde mir mitgeteilt, dass sie zwar 20 Rollstühle, aber nicht einen solchen auf Lager haben und diesen auch nicht eigens für sie bestellen können. Ich sollte deshalb anderswo nachfragen.“

Ziemlich geschockt von dieser Aussage versuchte sie es in der Folge – an einem Freitag – in Peißenberg. „Dort habe ich auf Band gesprochen und meine Not geklagt.“ Parallel rief sie auch noch in der Langau an, wo sie früher einmal gearbeitet hatte. Und von dort erhielt sie spontan eine Zusage, konnte den gewünschten Rollstuhl schon wenig später abholen. „Die haben uns echt gerettet, ich war total erleichtert“, blickt sie zurück.

Am Montag habe sie dann einen Rückruf aus Peißenberg erhalten und sich gedacht, dass es nicht schaden könne, noch eine Option zu haben, zumal sie den geliehenen Stuhl ja auch schnellstmöglich wieder an die Langau zurückgeben wollte. Sie werde sich aber noch einmal rühren, wenn der Stuhl gebraucht werde.

Am 14. Dezember rief sie dann nochmal in Peißenberg an. Dort wurde ihr versichert, dass sie den Stuhl binnen vier Tagen erhalten würde. „Danach habe ich dann allerdings nie wieder etwas gehört.“

Burggenerin kann nur den Kopf schütteln

Das sollte sich auch bis Mitte Januar nicht ändern. „Am 18. Januar rief mich schließlich ein Ausfahrer des Sanitätshauses an und erklärte mir, dass er den Rollstuhl nun anliefern wollte. Als ich ihm erklärte, dass der bereits für den 18. Dezember – also exakt einen Monat früher – zugesichert worden war und ich ihn jetzt nicht mehr benötigen würde, fiel er aus allen Wolken und hat selbst gesagt: „Da haben Sie Recht, das geht wirklich nicht.“

Karin Schleich kann im Nachhinein nur mit dem Kopf schütteln, meint: „Ich finde es schlimm, dass so etwas in Deutschland möglich ist, wo doch überall und allen geholfen wird.“ Umso dankbarer ist sie den Verantwortlichen in der Langau und schwärmt: „Die haben ihrem Slogan ,Einfach Mensch sein’ wirklich alle Ehre gemacht.“

Sohn Thomas hat den Rollstuhl inzwischen längst verlassen und braucht auch keinen Stützschuh mehr.

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