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Die Vorhut beim Festzug: Ein Reiter mit der Eligius-Standarte des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Burggen.

Rosstag in Burggen

Bäuerliches Leben von anno dazumal

Burggen - Besucherrekord und Glück mit dem Wetter. Tausende Zuschauer erlebten ein Fest des Brauchtums mit stolzen Rössern, schneidigen Trachten, schmissiger Blasmusik und historischen Kostümen beim Rosstag-Umzug am Sonntagnachmittag.

Einst der wichtigste Helfer des Bauern, heute nur noch liebgewordene Tradition: Rund 300 festlich herausgeputzte Pferde standen im Mittelpunkt des Rosstags, der ein Fest fürs Auge war und nicht nur die Herzen von Pferde-Begeisterten höher schlagen ließ.

Eingeläutet worden waren die Feierlichkeiten bereits am Samstagabend mit dem großen Heimatabend, bei dem Musik- und Trachtengruppen sowie Plattler, Holzhacker und Goaßlschnalzer aus der ganzen Region ihr Können zeigten und zünftig aufspielten.

Der Sonntag begann mit einem feierlichen Gottesdienst und anschließendem Frühschoppen in der Reithalle. Am Nachmittag säumten dann tausende Besucher die Straßen zum Festzug. Wer an der Umzugs-Strecke wohnte, war klar im Vorteil und konnte Logenplätze am Fenster, auf dem Balkon oder sogar auf dem Garagendach genießen.

Zu sehen gab es wirklich viel. Schirmherrin Andrea Jochner-Weiß fuhr in einer weißen Kutsche mit und winkte freundlich in die Menge. Ebenso am Winken waren die jüngsten Mitfahrer vom Kindergarten Burggen. Und natürlich durften nach alter Tradition auch die Kutschen von König Ludwig II. aus Gundelfingen und Elisabeth in Bayern, genannt „Sissi“, aus Steingaden nicht fehlen.

Neben den königlichen Hoheiten war viel bäuerliches Volk in historischen Kostümen und Szenen aus dem bäuerlichen Leben um 1900 vertreten. Auch ein Bader, ein Kramerladen, eine Postkutsche und der Heilige Florian samt Feuerwehrwagen waren mit von der Partie. Der Bereich Militär und Jagd war ebenso vertreten wie Szenen aus dem Leben auf dem Bauernhof, Kirchen und Klöster, sowie diverses Handwerk und Waldarbeiten.

Rosstag in Burggen: Die Bilder

Stolze Zwei-, Vier, Sechs- und Achtspänner zogen am staunenden Publikum vorbei und ließen Bilder aus längst vergangenen Zeiten lebendig werden. Und obwohl sich mancher Blick besorgt gen Himmel richtete, hielt das Wetter.

Alles andere – vom Parken bis zur Verpflegung – war vom Ländlichen Reit- und Fahrverein Burggen und zahlreichen Helfern aus dem Ort und von der Gemeinde so perfekt organisiert, dass kaum etwas schiefgehen konnte. Mit einem großen Fuhrmannstreffen in der Reithalle ließen die Burggener und ihre Gäste den diesjährigen Rosstag gesellig ausklingen.


Ursula Fröhlich

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