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Das im Rotter Volksmund Aquarium genannte Gebäude an der Dießener Straße 5. Im Hintergrund die alte Schule, in dessen Dach die Schützen ihr Heim haben. 

Gemeinderat Rott

Neuer Standort fürs Rotter Ärztehaus gefunden

Bekommt Rott ein neues Ärztehaus, und wenn ja, wo soll es hinkommen? Darüber wird in der Lechrain-Gemeinde schon seit einigen Monaten diskutiert.

Rott – Hintergrund ist, dass die Praxis des Allgemeinarztes im ersten Obergeschoss liegt und nicht behindertengerecht erreicht werden kann. Dadurch gab es Überlegungen durch die Gemeinde, eine besser erreichbare Praxis, möglicherweise in Verbindung mit anderen Gesundheitseinrichtungen wie beispielsweise eine Physiotherapiepraxis, in Form eines Ärztehauses zu errichten.

Als erster Standort wurde das Nachbarhaus der örtlichen Bäckerei ins Auge gefasst, der dann aber nicht mehr weiter verfolgt wurde. Nachdem der Gemeinderat weitere Alternativen geprüft hat, ist seit kurzem klar, wo das Gebäude hinkommen soll: Direkt neben die Apotheke an die Dießener Straße 5 in Rott. Das dort befindliche Aquarium, wie der Bau im Volksmund genannt wird und in dem die Landjugend untergebracht ist, müsste dafür weichen.

„Der Standort ist zentral im Ort, und die Parksituation ist annehmbar“, erläuterte Bürgermeister Quirin Krötz die Gründe, warum der Gemeinderat sich für diesen Platz entschieden hat. Die ersten Planungen sehen als Gebäudeform ein Haus mit einem Obergeschoss und einem Dachgeschoss vor. Zudem soll es ein gemeinsames Treppenhaus mit dem ehemaligen Schulhaus an der Dießener Straße 3 geben, in dessen Dachgeschoss die Schützengesellschaft Hubertus Rott ihr Schützenheim hat.

Die Arztpraxis soll im Erdgeschoss untergebracht werden. „Der Arzt hat mit dem Planer auch schon erste Gespräche geführt“, berichtete Krötz. Um die Planungen voranzubringen, soll Architekt Robert Schenk, der in der Gemeinde schon zahlreiche Projekte wie beispielsweise die Kinderkrippe abgewickelt hat, eine Machbarkeitsstudie erstellen.

„Ich befürchte, dass da nicht genügend Platz ist, ich will jedenfalls keine zu kleine Praxis“, äußerte Gemeinderat Hans Erhart gewisse Bedenken. „Wenn es nicht umsetzbar ist, wird die Planung abgebrochen“, stellte Krötz daraufhin klar.

Für Markus Rieder war ein anderer Punkt wichtig: „Ich möchte Synergieeffekte mit den Schützen.“ Bekanntlich plant die Schützengesellschaft einen Umbau samt Erweiterung ihres Schützenheims. „Es ist angedacht, dass die Schützen ihre Planungen erst einmal zurückstellen“, sah Krötz noch Abstimmungs- und Klärungsbedarf.

Einigkeit herrschte beim Ratsgremium, dass unabhängig vom Ärztehaus die angedachte Erweiterung der Apotheke, die neben der alten Schule untergebracht ist, kommen soll. Dafür wird ein Anbau an das bestehende Gebäude auf der Nordseite gebaut. Auch hierfür übernimmt Schenk die Planung, der bei der Abstimmung dann auch ohne Gegenstimme mit der Machbarkeitsstudie für das Ärztehaus betraut wurde.
Roland Halmel 

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