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Hinter der Hecke das „Aquarium“ das abgerissen werden soll. Links die alte Schule, an die das neue Ärztehaus im rückwärtigen Teil angebaut wird. 

Gemeinderat Rott

Neues Ärztehaus: Dach sorgt für Debatte

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Beim Standort für das neue Ärztehaus in Rott gab es eine lange und kontroverse Diskussion. Letztlich einigte sich der Gemeinderat auf den Platz neben der alten Schule. Nur schwer einen Konsens fand das Ratsgremium jetzt allerdings bei der Entscheidung über die Dachform. Bei der ersten Sitzung nach der Sommerpause drohte das Projekt fast an dieser Frage zu scheitern.

Rott– „Wir bauen nicht notgedrungen irgendwas, dann gibt es halt kein Ärztehaus“, konnte Rotts Bürgermeister Quirin Krötz seine Enttäuschung über die Pattsituation bei der Abstimmung über die Dachform nicht verhehlen. Die beiden favorisierten Varianten, die das Gremium aus fünf Möglichkeiten herausfilterte, fanden in zwei Abstimmungen keine Mehrheit. Sowohl für Variante 3 mit einer Dachneigung von 32 bis 34 Prozent wie auch für Variante 4 mit einer Dachneigung von 13 bis 15 Prozent gab es je sechs Stimmen. „Beide sind damit durchgefallen“, urteilte Krötz, was für ihn auch das Aus des Projekts bedeutete.

Gemeinderat Moritz Krone, der als Arzt der Hauptnutzer des neuen Gebäudes wäre, versuchte daraufhin die Wogen zu glätten. „Es ist nicht sinnvoll heute ohne Ergebnis rauszugehen“, brachte er über die Geschäftsordnung eine erneute Diskussion und Abstimmung ins Spiel. Die erbrachte schließlich auch ein Resultat. Mit 7:5 votierten die Räte dann für die Lösung 4 mit der geringeren Dachneigung. „Die wird auch eine höhere Akzeptanz bei den Hinterliegern haben“, erklärte Krone. „Ich will die größtmögliche Akzeptanz für dieses wichtige Projekt für Rott“, ergänzte Bürgermeister Krötz.

Vor dem Abstimmungsmarathon stellte Architekt Robert Schenk die verschiedenen Varianten mit ihren Vor- und Nachteilen sowie Ausführungsbesonderheiten vor. Die steilste Dachvariante, die ähnlich dem bestehenden Dach der Apotheke aussehen sollte, fiel bei der anschließenden Diskussion relativ schnell durch. „Den Anbau brauchen wir nicht auf alt machen, deshalb sollten wir eine flachere Variante wählen“, meinte Gemeinderat Stephan Rupp, der sich auch durchaus ein Flachdach auf dem Ärztehaus vorstellen konnte. Die Idee fand aber nur einen weiteren Unterstützer, sodass die Flachdachvariante verworfen wurde.

Schenk zeigte zudem die Entwürfe für die Arztpraxis im Erdgeschoss, sowie für das Untergeschoss, in dem die Heizung untergebracht wird und in dem die Schützen ihre neue Heimat finden sollen. Für das Obergeschoss ist derzeit nur ein großer Raum vorgesehen, da eine Nutzung noch offen ist. „Da können mit Trockenbau ohne Probleme nach Bedarf Wände eingezogen werden“, erklärte Schenk, der bis zur Oktobersitzung jetzt den Eingabeplan erstellen will, um schnellstmöglich die Genehmigung zu erhalten. Ziel ist es dann im Frühjahr nächsten Jahres mit dem Bau zu beginnen.

Roland Halmel

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