Die Klassenzimmer in der Rotter Grundschule sollen mit stationären Luftreinigern ausgestattet werden. Die Mittelschule hat bereist eine Lüftungsanlage.
+
Die Klassenzimmer in der Rotter Grundschule sollen mit stationären Luftreinigern ausgestattet werden. Die Mittelschule hat bereist eine Lüftungsanlage.

Gemeinderat entscheidet sich dank der Förderung für stationäre Geräte

Rott kauft Luftreiniger für Grundschule und Kindergarten

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
    schließen

Der Reichlinger Gemeinderat hat die Anschaffung von Luftreinigern für den Kindergarten abgelehnt, weil sie als wenig effektiv angesehen wurden. Im Nachbarort Rott werden sie dagegen beschafft: Denn der Rotter Gemeinderat hat entschieden, neben dem Kindergarten auch die Grundschule mit Luftreinigern auszustatten.

Rott - „Ein Einbau ist kein Muss, aber eine dringende Empfehlung“, leitete Rotts, Vizebürgermeisterin Sabine Blank, die den krankheitsbedingt fehlenden Fritz Schneider vertrat, die Aussprache über das Thema ein. Im Vorfeld war dazu ein Gerät vorgestellt worden, das fest eingebaut wird. „Ein solches Gerät kostet mit Einbau 16 000 Euro, wovon 80 Prozent gefördert werden“, erläuterte Blank. „Das braucht keine Wartung und keinen Wartungsvertrag. Da muss nur einmal im Jahr der Filter gewechselt werden, was der Hausmeister machen kann.“

Nachdem die Klassenzimmer in der Mittelschule Rott bereits über eine Lüftung verfügen, werden nur die Grundschulklassenzimmer mit solchen Luftreinigern ausgestattet. „Das wären acht Klassenzimmer, die allesamt gefördert werden. Die Neben- oder Fachräume werden nicht gefördert“, berichtete Blank, die diesbezüglich auch Rücksprache mit Bürgermeister Schneider gehalten hatte. „Er will sich diesbezüglich nichts nachsagen lassen und befürwortet die Beschaffung.“

„Die Geräte sind sehr geräuscharm, deshalb bin ich dafür, sie in die Klassenzimmer, aber nicht in die Nebenräume einzubauen“, sprach sich auch Gemeinderat Volker Fritz für den Kauf aus, der zusammen mit der nötigen Unterstützung eines Ingenieurbüros bei den Förderanträgen und der Planung rund 167 000 Euro kosten wird. „Nach Abzug der Förderung bleiben der Gemeinde Kosten von rund 33 500 Euro“, rechnete Blank vor.

„Ich sehe das Ganze kritisch, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Schule trotz der Luftreiniger geschlossen werden kann“, zeigte sich Hans-Peter Erhard von der Idee nicht wirklich überzeugt. Trotzdem stimmte der Gemeinderat mit klarer Mehrheit für die Beschaffung der Geräte für die Grundschulklassenzimmer.

Beim Kindergarten brachte Blank mobile Luftreiniger ins Spiel, was bei Stephan Rupp und Markus Rieder auf Gegenwind stieß: „Wir sollten auch da feste Geräte einbauen“, erklärten beide unisono. Letztlich einige sich der Rat beim Kindergarten auf einen Kompromiss: Für die beiden Gruppenräumen sollen vorbehaltlich einer Förderzusage stationäre Luftreinigungsgeräte angeschafft werden. Im Turnraum, der momentan als Übergangslösung als Gruppenraum genutzt wird, soll ein mobiles Gerät aufgestellt werden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare