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Am neuen Rotter Ärztehaus werden dieser Tage schon die Keller gebaut. 

Zuschlag unter Zeitdruck für 473 000 Euro

Rott: Vergabe im zweiten Anlauf

Die Arbeiten am Keller des neuen Ärztehauses in Rott schreiten voran. Entsprechend groß war der Druck auf den Rotter Gemeinderat,  in seiner jüngsten Sitzung die noch ausstehende Vergabe der Elektroarbeiten, die im ersten Anlauf nicht geklappt hat, zum Abschluss zu bringen.

Rott – In der letzten Sitzung des alten Ratsgremiums im April stand das Thema bereits auf der Tagesordnung. Damals war aber nach der Ausschreibung nur ein Angebot eingegangen, das nicht wertbar war und zudem fast 25 Prozent über der Kostenschätzung lag. „Wir haben deshalb nochmal beschränkt ausgeschrieben und dazu sechs Firmen angeschrieben“, berichtete Bürgermeister Fritz Schneider.

Die Resonanz war mit zwei Angeboten überschaubar. Ein Angebot lag bei 516 000 Euro und damit in der Größenordnung des im April abgelehnten Angebots. Der zweite Anbieter, die Firma Seemüller, war mit 473 000 Euro deutlich günstiger. „Wir liegen damit zwar immer noch rund 12,9 Prozent über den Schätzkosten von 419 000 Euro, aber gegenüber der aufgehobenen Ausschreibung hat es sich für uns finanziell rentiert“, warb Schneider ebenso wie das beauftragte Ingenieurbüro Hopf bei seiner Vergabeempfehlung für die Annahme des Angebots. „Weil die Arbeiten schon fortgeschritten sind und wir die Elektriker jetzt brauchen“, ergänzte der Rathauschef.

„Das Ganze ist nicht billig“, meinte Gemeinderat Markus Rieder und war dennoch skeptisch. „Wir müssten dann eine dritte Ausschreibung machen und sind jetzt schon unter Zeitdruck“, sprach sich Sabine Blank, die zweite Bürgermeisterin, klar für die Angebotsannahme aus.

Gabriel Filgertshofer brachte im Anschluss die Frage nach den bisherigen Gesamtkosten ins Spiel. „Die müssen wir beim Architekten anfordern. Wir haben bisher aber nur die Grund- und Normalausstattung ausgeschrieben. Wenn der Mieter eine Sonderausstattung will, dann muss er das gesondert machen“, erklärte dazu Schneider.

Bei der Abstimmung votierte der Gemeinderat bei der Gegenstimme von Rieder dafür, die Elektroarbeiten an die Firma Seemüller zu vergeben.

Roland Halmel

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