Die Außenansicht des Kindergartens in Rott
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Der Kindergarten Rott mit dem Pfarrheim im Obergeschoss, das jetzt als mögliche Erweiterung in der Diskussion ist.

Nur noch wenige freie Plätze

Rotter Kindergarten platzt im Herbst aus allen Nähten

Der Rotter Kindergarten erfreut sich seit geraumer Zeit großer Beliebtheit, was sich in nur wenigen freien Plätzen in der Betreuungseinrichtung bemerkbar macht. Es wird eng.

Rott – Im neuen Kindergartenjahr, das im September beginnt, wird es richtig eng. „Im Herbst platzen wir aus allen Nähten, alle Gruppen sind dann voll“, berichtete Andrea Jörchel, die seit dem Frühjahr den Rotter Kindergarten leitet, den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung.

Durch den „Lockdown“ und der lange Zeit eingestellten Betreuung konnte sich die neue Leiterin gut in ihren Job einarbeiten, erläuterte Jörchel. Von ihrem Team schwärmte sie in den höchsten Tönen. „Wir haben lauter gute Pädagogen“, so Jörchel. Gleichzeitig machte sie aber auf die Platznot aufmerksam. Die integrative Gruppe ist in der ehemaligen Turnhalle untergebracht, wodurch den Kindern kein Raum für gemeinsame sportliche Aktivitäten zur Verfügung steht. „Diese Gruppe hat eine Verlängerung ihrer Genehmigung bis August 2021 erhalten“, berichtete Jörchel. Dort besteht also kein akuter Handlungsbedarf. Darüber hinaus verbesserten sich die beengten Verhältnisse im Freien durch die zusätzliche Wiese, die der Gemeinderat hinter der Kinderkrippe zur Verfügung stellte. „Die ist der Renner, da können die Kinder richtig toben“, lobte Jörchel. Mit einem Fallschirmzelt ist auch für Sonnenschutz gesorgt und demnächst soll eine Hütte aufgestellt werden, um die Spielmaterialien unterzustellen.

„Wir bräuchten jetzt aber zu den bestehenden Räumen eine zusätzliche Turnhalle, zwei Gruppenräume und einen Teamraum“, verkündete Jörchel zum Abschluss ihres Berichts die Wunschliste des Kindergartens. „Zu lange dürfen wir damit nicht mehr warten“, ergänzte die Leiterin mit Blick auf das nach wie vor steigende Interesse der Eltern, ihren Nachwuchs betreuen zu lassen.

„Wir haben hier im Obergeschoss eigentlich genügend Platz, um die Wünsche zu erfüllen“, erklärte Gemeinderat Stephan Rupp das Pfarrheim und die Nebenräume als eine durchaus geeignete Variante, die rund 170 Quadratmeter, die für die Erweiterung nötig wären, zu erhalten. „Wir sollten einen Ortstermin machen, um uns alles anzuschauen“, schlug Vizebürgermeisterin Sabine Blank vor.

In der Diskussion wurden im Anschluss ein Anbau an die Krippe, Container, aber auch eine Auslagerung von Teilen des Kindergartens als Übergangslösung ins Spiel gebracht. Bürgermeister Fritz Schneider, der die Einrichtung als „eine elementare Aufgabe der Gemeinde“ bezeichnete, regte schließlich an, ein Gesamtkonzept zu erstellen. Dies soll nicht nur den Kindergarten, sondern auch die Friedhofserweiterung und die neue Aussegnungshalle umfassen. Die Idee stieß beim Gemeinderat, der zu dem Thema keinen Beschluss fasste, auf Wohlwollen.

ROLAND HALMEL

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