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Emsige Bauarbeiten in der Garage der Familie Holzschuh in Rott: Große und kleine Besucher staunten nicht schlecht und konnten nach Herzenslust alle Modelle auch selber ausprobieren.

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Volle Garage beim Modellbau-Schautag

Rott - Eigentlich sollte es nur ein internes Treffen der Modellbaufreunde Rott werden, um in der großen beheizten Garage nach längerer Zeit wieder nach Herzenslust mit ihren ferngesteuerten Modellen zu baggern, planieren oder zu transportieren. Daraus wurde aber deutlich mehr.

Aus klein wird groß: „Wir haben gedacht, wir machen das ganze etwas publik“, berichtet Manfred Holzschuh von den Modellbaufreunden von der Idee, die er zusammen mit Edgar Schiele hatte. Die sah vor, in der großen Garage der Familie Holzschuh in Rott eine Art „Schautag“ der Rotter Modellbauer zu veranstalten. „Und die Resonanz war brutal“, wunderten sich Holzschuh und seine Mitstreiter über das riesige Interesse bei der erstmals durchgeführten Veranstaltung.

Viele Besucher drängten sich in der Garage um den Erdhügel

Bis aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen kamen über den Tag verteilt rund 500 Interessierte, die der rund 15-köpfigen Gruppe der Modellbaufreunde bei der „Arbeit“, sprich der Bedienung ihrer selbst gebauten Baustellenfahrzeuge jeglicher Couleur, über die Schulter sehen wollten. Bei freiem Eintritt, wer wollte, konnte etwas in die Spendenbox für die Aktion BR-Sternstunden werfen, drängten sich zum Teil 70 Besucher in der Garage rund um den kleinen Erdhügel, auf dem die liebevoll und vor allem detailgetreu nachgebauten Bagger, Lastwagen, Schubraupen und sonstiges fernsteuerbares Baustellengerät im Einsatz waren. „Bei meinen ist jetzt wieder ein Akkuwechsel fällig“, hieß es zwischendurch von einem der Modellbauer, wenn sein Gefährt der „Sprit“ auszugehen drohte. „Bei uns sind alle Fahrzeuge mit Elektromotoren ausgestattet, die eine Hydraulikpumpe antreiben“, erklärte Holzschuh die Bauweise der Fahrzeuge, die ihren Originalen nicht nur optisch, sondern auch in der Funktionalität gleichen.

Alle Teile sind selbstgemacht

Dabei ist es für die Modellbauer, die aus Rott und Umgebung stammen, gar nicht so leicht, ihre Vorbilder nachzubilden. „Es gibt keine Pläne. Die meisten Fahrzeuge entstanden nach Fotos oder auch mal einem Verkaufsprospekt“, meint Holzschuh zur viele Stunden währenden Sisyphusarbeit, die hinter dem Bau eines Modellbaggers steckt. „Alle Teile sind selbstgemacht“, nennt Holzschuh den großen Unterschied zu anderen Modellbauern, die Rennautos oder Schiffe aus vorgefertigten Teilen zusammenfügen.

Die zahlreichen Kinder, aber auch die vielen Erwachsenen beim Modellbautag, hatten jedenfalls ihre Freude an der Miniaturbaustelle, die möglicherweise auch im nächsten Jahr wieder betrieben werden soll. Eventuell sind die Rotter, wie schon mehrfach in den vergangenen Jahren, davor aber noch beim Wessobrunner Modellbautag im Einsatz. Und auch da dürfte die Resonanz ähnlich groß sein wie in der Garage in Rott.

Roland Halmel

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