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Franz Gilgenreiner zog ein positives Fazit.

„So viele waren wir noch nie“

Alpenverein Rottenbuch wächst weiter

39 Berg-, Kletter-, Ski-, Rad- und Wandertouren hat der Rottenbucher Alpenverein im vergangenen Jahr durchgeführt. Zudem hat er bei der Zahl der Mitglieder ordentlich zugelegt. Mit den 26 neuen Bergbegeisterten ist der Alpenverein auf 368 Mitglieder angewachsen.

Rottenbuch – Der Mitglieder-Zuwachs beim Rottenbucher Alpenverein ist mehr als erfreulich: „So viele waren wir noch nie“, sagte der Vorsitzende Franz Gilgenreiner jüngst bei der Jahreshauptversammlung der Alpenvereins-Sektion. Er zog bei der Versammlung des neuerdings 368 Mitglieder zählenden Vereins ein rundum positives Fazit: Von den ursprünglich 51 angebotenen Touren konnten 39 durchgeführt werden. Dass diese allesamt unfallfrei verlaufen sind, sei auch der guten Ausbildung der jeweils verantwortlichen Tourenführer zu verdanken. Für dieses Jahr sind wiederum 39 Ski-, Kletter-, Rad - und Wandertouren geplant.

Auf der Jahresversammlung ließ Schriftführer Armin Heigl in humoriger Art das aktive Jahr des Vereins Revue passieren. Bei einer Klettertour mit Erwachsenen und Kindern wurden Schwierigkeitsgrade zwischen vier und sechs angeboten. „Das mutigste und fitteste Kind hat dafür einen Orden bekommen“, sagte Heigl und hob den Spürsinn von Tourenführer Hans Bierling hervor. Am Ende bekam der Schriftführer für seinen ausführlichen Bericht reichlich Applaus.

Tourenwart Hans Bierling beschränkte sich in seinem Bericht auf „etwas zum Nachdenken“: Höher, schneller, 100 Prozent Leistung bei den Touren, den Tag vollgepackt mit Aktionen und Höhepunkten. Bierling empfahl, zurück zu mehr Bescheidenheit zu gehen. Wofür man früher eine Woche eingeplant habe, werde dies mittlerweile in einen Tag gepackt. „Es sind die stillen Momente am Berg, auf die es letztlich doch ankommt.“

Dieter Frühschütz, verantwortlich für die Rottenbucher Seniorengruppe, berichtete von 14 Berg- und Wandertouren im vorigen Jahr. „Der schöne Sommer hat sich dazu angeboten, er war sehr verlockend.“

Stefan Stückl und Mario Heitler haben jeden Montag Aktivitäten in der Rottenbucher Kletterhalle angeboten. Zwischen sechs und zwölf Kinder waren es dabei immer, die von der Kletterei begeistert sind. Michi Kriesam und Manuela Fritzen sind für die Familiengruppen zuständig. Es seien mittlerweile stabile Gruppen mit Teilnehmern jeweils zwischen 18 und 20 Erwachsenen mit Kindern. „Der Knoten ist geplatzt“, sagte Kriesam.

Der Rottenbucher Alpenverein ist auch für die Wege im Bereich Scheinberg zwischen Linderhof und Ammerwald verantwortlich. Detlev Löhnert hat mit seinen Helfern an zwei Tagen dort, wo es notwendig war, die Wege wiederhergerichtet. Für die Kasse des Alpenvereins ist Alex Adelmayer zuständig. Er zählte Einnahmen und Ausgaben auf und konnte am Jahresende ein Guthaben von überschaubaren 14 490 Euro vermelden.

Und dies, obwohl der Verein in Sachen Spenden nicht kleinlich war: 300 Euro bekam die Nepalstiftung, 500 Euro die Bergwacht Steingaden-Peiting für den für heuer geplanten Neubau in Steingaden, der rund 180 000 Euro kosten wird.

Zur Jahresversammlung war auch Sektionschef Herwig Skalitza (62) gekommen: Der seit März 2018 amtierende Chef der 3634 Mitglieder zählenden Sektion war voll des Lobes für die gute Zusammenarbeit mit den Ortsgruppen Rottenbuch, Böbing und Steingaden.

Skalitza erinnerte daran, dass die AV-Sektion Peiting 2021 ihr 75-jähriges und der Hauptverein noch in diesem Jahr sein 150-jähriges Gründungsjubiläum feiern werden. Der Hauptverein zählt mittlerweile 356 Sektionen mit insgesamt 1,3 Millionen Mitgliedern.

Das letzte Wort bei der Versammlung hatte schließlich Franz Gilgenreiner: Er bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern und den Tourenführern, Wegewart und auch bei denen, die bei der Papiersammlung aktiv mit angepackt haben.

von Walter Kindlmann 

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