Die B 23-Kreuzung ist ein Sorgenkind, der Gemeinderat hat sich grundsätzlich für den Bau eines Kreisels ausgesprochen.

Interkommunales Entwicklungskonzept

Auch Rottenbuch hat sein „Drehbuch“ für die Zukunft

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Rottenbuch hat ein „Drehbuch“ für die Zukunft. Dies ist das Ergebnis des Interkommunalen Entwicklungskonzepts. Der Gemeinderat segnete den Abschlussbericht ab – mit einer wichtigen Änderung.

Rottenbuch – Im Jahr 2016 fiel der Startschuss das Interkommunale Entwicklungskonzept (IKEK) der sieben Gemeinden Steingaden, Wildsteig, Prem, Burggen, Bernbeuren, Böbing und Rottenbuch (wir berichteten). Mittlerweile haben die Kaufbeurener Stadtplaner von Leuninger & Michler ihre Ergebnisse vorgelegt. In „Drehbüchern“ für jede Kommune. Auch für Rottenbuch: Der Gemeinderat segnete das Werk nun förmlich ab. Der Beschluss fiel einstimmig und ist für die künftige Förderung von Projekten durch die Städtebauförderung formal notwendig. Immerhin stehen 60-Prozent-Zuschüsse im Raum, wie VG-Geschäftsleiter Peter Vogt vorrechnete.

Bader zufolge sind die wichtigsten Projekte aufgelistet, allerdings ohne eine Gewichtung. Die Liste reicht von seniorengerechtem Wohnen im Ortszentrum bis zur Schaffung barrierefreier Wege. Alles Vorhaben, die in den Sternen stehen. Konkreter sind dagegen die Umgestaltung des Postplatzes und der Bau eines Verkehrskreisels an der B 23-Hauptkreuzung. Bekanntlich hatten sich die Räte grundsätzlich für einen Kreiselbau ausgesprochen. 300 000 Euro hat das „Drehbuch“ mal grob für die Umsetzung angesetzt. 

Stolze sieben Millionen Euro sind für ein anderes Großprojekt angesetzt, das allerdings bislang nur theoretischer Natur ist: „Prophylaktisch ist immer die Sanierung des Fohlenhofs drin“, erklärte Bader. Der Bericht hat die Immobilie, die bislang nicht der Gemeinde gehört, trotzdem aufgenommen, so der Rathauschef. „Damit er in der Schublade liegt.“ Ebenfalls aufgenommen wurde eine Neugestaltung der Plätze vor dem Rathaus und am Maibaum. 70 000 Euro sind laut Stadtplanungsbüro angesetzt. Und ebenfalls vorsorglich wird ein Ersatzbau oder die Verlagerung der in die Jahre gekommenen Gemeindehalle aufgelistet. Bader rechnet damit, „dass es in Zukunft Handlungsbedarf gibt“.

Der Dorfplatz in Schönberg mit seinem Spielplatz soll über die Städtebauförderung umgebaut werden.

Damit hat Rottenbuch für die nächsten Jahre genug Hausaufgaben. Allerdings besaß das „Drehbuch“ einen Schönheitsfehler, wie sich in der Sitzung herausstellte: Schönberg war nicht berücksichtigt, wie VG-Leiter Vogt auf Nachfrage von Vitus Gansler einräumen musste. Der Schönberger Rat wollte den Ortsteil unbedingt drin haben – gerade wegen der Umgestaltung des dortigen Dorfplatzes zu einem Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft. Das Projekt, immer wieder gewünscht von den Bewohnern, war Auslöser für die mittlerweile gestoppte Dorferneuerung gewesen. Am Ende verständigte sich der Gemeinderat ebenso einstimmig darauf, Schönberg mit im „Drehbuch“ aufzunehmen. Ob die Regierung von Oberbayern als Städtebau-Geldgeber beim IKEK-Verfahren mitspielt, ist jedoch offen. Der Bürgermeister will es dennoch versuchen: „Im schlimmsten Fall streichen sie uns etwas oder wir müssen zurückrudern.“ Eine erste Planung für den neuen Dorfplatz liegt vor. Entschieden ist nichts. Konkrete Vorschläge sollen laut Bader „intern im Gemeinderat“ abgeklärt werden.

In Stein gemeißelt ist das Rottenbucher „Drehbuch“ allerdings nicht. „Das ist nicht abschließend“, sagte Vogt über das IKEK-Verfahren, dessen Bericht unlängst auch die VG-Nachbarn in Böbing abgesegnet hatten. Ein konkretes Projekt nehmen die IKEK-Gemeinden nun in Angriff: Die Sanierungsberatung „soll jetzt anlaufen“, erklärte Vogt.

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