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Platz für Wohnhäuser: Rund um das große Anwesen (Mitte) plant die Gemeinde Rottenbuch das neue Baugebiet in Moos.

Baugebiet in Rottenbuch-Moos

Neues Wohnen für Einheimische im Klosterdorf

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Rottenbuch (rund 1790 Einwohner) wird kräftig wachsen. Die Gemeinde weist ein neues Baugebiet im Ortsteil Moos aus. Der Großteil soll als Einheimischenmodell verkauft werden. Die Planungen fangen jetzt an.

Rottenbuch – Das kleine Rottenbuch hat eine Menge zu bieten. Das historische Klosterensemble, die nahe Ammer, Wald und Wiesen samt Bergblick – und wohl in zwei Jahren neue Möglichkeiten für Häuslebauer. Denn die Gemeinde bietet weiteres Bauland an. Im Ortsteil Moos werden dafür rund 14 000 Quadratmeter Fläche überplant. Das Areal hatte die Kommune 2016 erworben, samt großem Anwesen und landwirtschaftlichen Flächen. Ziel ist eine Wohnbebauung mit Einheimischenmodell, erklärte Bürgermeister Markus Bader im jüngsten Gemeinderat. Das Gremium brachte das Verfahren formal auf den Weg und fasste einstimmig den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Der Auftrag ging an das Neusäßer Ingenieurbüro Steinbacher Consult, das schon in der Vergangenheit viel für die Gemeinde geplant hatte.

Anfänglich war laut Bader geplant gewesen, das Areal als Misch- oder Dorfgebiet mit Gewerbe auszuweisen. Aber man habe gemerkt, dass dies „doch schwierig ist“, so der Rathauschef – weil die fällige Auswahl der Branchen keine leichte sei. Damit haben sich die Rottenbucher allerdings die Tür nicht zugeschlagen, wie Bader verkündete: „Nicht-störendes Gewerbe“ sei im allgemeinen Wohngebiet durchaus zulässig. Wie der Bürgermeister auf SN-Nachfrage erklärt, sind circa 17 bis 20 Parzellen vorgesehen. „Der Großteil ist auf jeden Fall Einheimischenmodell“, sagte Bader. Geplant seien Einfamilienhäuser, das ebenfalls erworbene große Anwesen bleibe stehen und werde in das Areal integriert.

Rottenbuch nutzt für sein Baugebiet die Gunst der Stunde: Seit der Novellierung des entsprechenden Paragrafens 13b im Mai erlaubt das Baugesetzbuch das sogenannte beschleunigte Verfahren. Darin braucht es unter anderem keinen aufwändigen Umweltbericht sowie Ausgleichsflächen mehr. Dies soll im Außenbereich das schnelle Schaffen von Bauland ermöglichen. Allerdings gilt die neue Gesetzgebung nur bis Ende 2019, die Rottenbucher müssen sich also sputen.

Aus diesem Grund will der Rathauschef noch heuer das notwendige Bodengutachten unter Dach und Fach bringen. Dieses fließt gleich in die Planungen ein. Bis Mitte Oktober 2018 könnte der Bebauungsplan das Verfahren mit Öffentlichkeit und Fachbehörden hinter sich gebracht haben und Baurecht hergestellt sein. Dann geht es in die Feinplanung und die Ausschreibungen, so Bader. Er rechnet damit, dass ab Frühjahr 2019 die Erschließung des Geländes startet. Bader: „Wenn alles klappt, wären wir im Sommer 2019 so weit.“ Eines braucht das neue Baugebiet bis dahin aber auch noch: einen Namen. Diesen möchte der Bürgermeister von der Bevölkerung suchen lassen – und über das Gemeindeblatt zu einem Wettbewerb aufrufen. „Der Sieger soll natürlich was kriegen.“

Das letzte Baugebiet in Rottenbuch war 2015 die Erweiterung des Solder-Areals gewesen. Dort entstanden acht Grundstücke im Einheimischenmodell. Laut Bürgermeister sind fast alle verkauft. Der Bedarf an neuem Baugrund im Klosterdorf sei vorhanden:„Es gibt schon Interesse und auch schon Anfragen.“

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