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Gut besucht: Die traditionelle Bergmesse der Musikkapelle und des Veteranenvereins Rottenbuch mit Pfarrer Josef Fegg. 

Bergmesse am Schmauzenberg bei Rottenbuch

Meinungsumfragen und traumhafter Bergblick

Keine Bergpredigt, aber eine Bergmesse am Schmauzenberg hat Pfarrer Josef Fegg mit rund 100 Besuchern am Sonntag zelebriert. Organisiert hatten dies die Musikkapelle und der Veteranenverein Rottenbuch.

Rottenbuch – Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: Im Gegensatz zum vergangenen Jahr gab es diesmal kein „Weihwasser“ von oben. Dafür einen traumhaften Blick und Sonnenschein. Seit dem Olympiajahr 1972 pilgern die Rottenbucher einmal im Jahr auf den Schmauzenberg, um dort eine Messe abzuhalten, wie sich Martin Strobl, Vorsitzender des Veteranenvereins, erinnert. Zumindest, wenn es das Wetter zulässt.

Eine schöne Tradition, die sich auch Ernst Schusser vom Volksmusikarchiv Oberbayern selten entgehen lässt. Und auch zahlreiche Gläubige waren zu Fuß oder mit dem Rad auf den Berg gekommen, um den Gottesdienst mitzuerleben. Sogar aus München und Fürstenfeldbruck waren Besucher da, wie Martin Strobl fast ungläubig feststellte. Im Anschluss an die Predigt fragte er nämlich in die Runde, ob die Anrufer, die morgens nach der Wetterlage gefragt hätten, auch anwesend seien. Sie waren da.

Umfragen, genauer gesagt Meinungsumfragen, hatte sich auch Pfarrer Josef Fegg für seine Predigt ausgewählt. Beliebt sind diese bei Politikern, um die Stimmungslage im Wahlvolk abzufragen. Aber auch Jesus hatte seinen Jüngern einst die Frage gestellt: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Eine Frage, die sich laut Fegg Christen auch immer wieder stellen sollten.

Genauso wie die Frage: „Was möchte Jesus Christus?“ Es gehe darum, den Auftrag Jesus Christus’ zu erfüllen. „Denkt’s einmal darüber nach“, gab Fegg den Anwesenden in schönstem Bayrisch mit auf den Weg.

Abschließend bedankte er sich bei den Vereinen, Diakon Hans Steinhilber und den Ministranten für ihr Mitwirken.´ Strobl setzte noch einen Dank an die Grundstücksbesitzer für die Unterstützung drauf, bevor es zum gemütlichen Teil, dem Frühschoppen am Berggipfel, überging.

Und damit der Abstieg nicht so ernst wird, gab Fegg den Gottesdienstteilnehmern noch einen launigen Witz mit auf den Weg. „Welchen Beruf hat Jesus gehabt?“, fragte er in die erstaunte Runde. Und lieferte gleich eine mögliche Antwort: „Er muss Student gewesen sein. Er hat mit 30 Jahren noch bei der Mama g’lebt, lange Haar g’habt und wenn er was g’macht hat, war’s a Wunder!“ 

Ursula Fröhlich

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