In den Garten hineinplatziert waren die farbenfrohen Bilder von Hans Schweinhuber im Garten von Barbara Landerer.
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In den Garten hineinplatziert waren die farbenfrohen Bilder von Hans Schweinhuber im Garten von Barbara Landerer.

Farbenprächtige Bilder von Hans Schweinhuber im grünen Rahmen im „Gartenglück&Himmelreich“

Wunderbarer Einklang aus Kunst und Natur

Der Mut wurde belohnt: Trotz bedrohlich dunkler Wolken hat Hans Schweinhuber am Sonntagvormittag seine Bilder im Garten von Barbara Landerer in Rottenbuch im Wortsinne malerisch drapiert. Und unzählige Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung haben sich vom Wetter ebenfalls nicht abschrecken lassen und genossen den wunderbaren Einklang aus Kunst und Natur.

Rottenbuch - Die besondere Ausstellung fand im Rahmen eines Aktionstages des Netzwerks „Gartenwinkel Pfaffenwinkel“ statt. Barbara Landerer ist gebürtige Rottenbucherin und hat den Garten beim Erwerb des Hauses vor 35 Jahren anzulegen begonnen. „Zunächst war er das Reich unserer Kinder“, erzählt die Erzieherin, die lange auch als Tagesmutter gearbeitet hat. Die vier Kinder sind längst erwachsen, und der Garten wurde allmählich vom Kinderspielplatz zur Gartenkunst umgestaltet.

In einem zweiten Rottenbucher Garten geht Landerer ihrer Funktion als Jugendbeauftragte des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege nach und macht dort Veranstaltungen, um Kinder und junge Leute für den Garten zu begeistern. Die alte, von der Großmutter geerbte Streuobstwiese, ist das „Apfelreich“ im Doppelnamen ihrer Gärten. Die Besucher im anderen Garten standen im „Gartenglück“.

Den Bautechniker Hans Schweinhuber verbindet eine lebenslange Liebe mit der Malerei.

Beglückt schaute auch Hans Schweinhuber aus: Den Bautechniker verbindet eine lebenslange Liebe mit der Malerei. „Die Bautechnik ist ja ein Zweig der Architektur, und meine Malarbeiten waren zunächst sehr architekturbezogen. Erst nach und nach habe ich immer freier gestaltet“, erzählte der Peitinger.

Ausstellungen hatte er in den vergangenen Jahren zwar schon einige, aber im Freien hat er seine Kunstwerke bisher noch nie gezeigt. Doch Barbara Landerers Vorstoß, ihren Garten als Ausstellungsraum zu nutzen, hat ihn sofort überzeugt: „Ich freue mich riesig über das Zusammenspiel der Farben, das hier entsteht. Es ist ein Riesenglück, in solch einem wunderbaren Garten ausstellen zu dürfen“, bekannte der Peitinger.

In die zauberhafte Atmosphäre der kunstvoll komponierten Pflanzen hatte Schweinhuber seine Bilder mit viel Gespür eingefügt. Auf Sitzmöbeln, am Fensterladen, auf einem alten Fahrrad, über dem kleinen Teich, im Fensterrahmen und natürlich direkt zwischen den Pflanzen fanden sich seine Werke, als gehörten sie dort hin. Mit ihren explodierenden Formen und Farben gingen die meist abstrakten oder teilabstrakten Gemälde eine stimmungsvolle Verbindung mit der Umgebung ein.

Zwei Beispiele seien stellvertretend angeführt: Ein Bild zeigte einen Maibaum in der Dorfmitte, durch Farb- und Formgebung verfremdet. Ein anderes Gemälde hatte einen Hintergrund aus Türkis-, Grün- und Blautönen, vor die sich eine goldene Linie schiebt, die in einer rosa Blüte explodiert.

Schweinhuber schien es mit der Gestaltungsfantasie der Natur aufnehmen zu wollen. „Kunst und Garten passen super zusammen. Man denke nur an Monet“, erklärte er.

Als dann doch ein paar Tropfen aus den dunklen Wolken fielen, blieb er ganz entspannt. „Ein bisschen Regen tut den Bildern nichts. Und wenn es doch mehr wird, müssen eben alle Besucher rasch mit anpacken und die Bilder ins Haus tragen.“ Ein Besucher schlug daher listig vor: „Oder jeder darf gleich eines mit nach Hause nehmen?“

SABINE NÄHER

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