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Gemeinderat im Blick: Die Bewerber um Bürgermeister-Kandidat Markus Bader (sitzend 4. v.r.).

Amtsinhaber nominiert

Bürgermeisterwahl in Rottenbuch: Bader soll es wieder werden

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Markus Bader soll wieder Bürgermeister werden: Die Freie Wählerschaft Rottenbuch-Schönberg hat den Amtsinhaber (35) erwartungsgemäß für die Kommunalwahl im März 2020 nominiert.

Rottenbuch – Markus Bader war vor knapp sechs Jahren deutlich nervöser gewesen. Im Dezember 2013 musste sich der heute 35-Jährige bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wählerschaft Rottenbuch-Schönberg intern als Bürgermeister-Kandidat gegen Gabriele Eirenschmalz durchsetzen, diesmal ging es wesentlich leichter. Bader war der einzige Kandidat für den Spitzenplatz. Dass er erneut für den Chefsessel im historischen Rathaus kandidieren will, daran hatte der seit 2014 amtierende Bürgermeister seit geraumer Zeit keinen Zweifel gelassen. Wenig überraschend war auch, dass die Liste ihren Vorsitzenden bei der Aufstellungsversammlung am Montagabend in der Gemeindehalle als Kandidat nominierte. Bei 33 abgegebenen Wahlzetteln gab es 31 Ja- und eine Nein-Stimme sowie eine Enthaltung.

Bader hatte zuvor für seine Politik geworben. Er hob das „kollegiale und harmonische Miteinander“ im Gemeinderat hervor – unabhängig von der jeweiligen Gruppierung. „In der Sache wird immer diskutiert, zum Teil gestritten“, ergänzte der Rathauschef. „Es ist aber nie persönlich geworden.“ Harte Themen gab es in der Vergangenheit genug. Das reichte von der Asylunterkunft in der Landkreis-Immobilie Ammermühle gleich zu Beginn von Baders Amtszeit über die Auflösung des Wasserbeschaffungsverbands bis hin zu den intensiven Debatten um die umstrittene Ansiedlung eines Supermarktes in dem Klosterdorf, inklusive Bürgerentscheid pro neuem Geschäft.

Eben die weitere Dorfentwicklung steht bei Bader ganz oben auf der Agenda. Man habe im Gemeinderat gemeinsam viele Planungen angestoßen und sich in diversen Klausuren Gedanken über die Zukunft des Ortes gemacht. Neben einem neuen Feuerwehrhaus stehen natürlich die Nahversorgung, aber auch das Schulbauprojekt von Regens Wagner auf der Themenliste. Er sei zuversichtlich, dass vieles umgesetzt wird, verströmte Bader Optimismus – gemeinsam im Rat, ohne „einsame Entscheidungen“ des Bürgermeisters.

Amtierende Räte sind auf der Liste vorn

Bei der Liste der Gemeinderats-Kandidaten demonstrierte die Freie Wählerschaft vor allem eines: Kontinuität, gepaart mit lokalpolitischer Erfahrung. Auf den vorderen Plätzen finden sich amtierende Räte. Die meisten Stimmen erhielt Heiner Heiland, der 47-Jährige sitzt seit zwölf Jahren in dem Gremium. Auf 18 Jahre bringt es Christoph Echtler: Der 64-Jährige tritt nochmals an, „weil, mir täte es noch Spaß machen“. Markus Baders damalige Gegenkandidatin Gabriele Eirenschmalz, die sich 2014 schließlich als Einzelkämpferin erfolglos um das Bürgermeisteramt beworben hatte, kandidiert auch 2020 wieder. Die 58-Jährige ist bereits seit 1996 Gemeinderätin und seit zwölf Jahren zweite Rathauschefin.

Am Ende war nicht nur Spitzenkandidat Bader zufrieden mit dem Ablauf des Abends. Auch Wahlleiter und Altbürgermeister Andreas Keller fand lobende Worte für die 24-köpfige Bewerberliste, die komplett besetzt wurde: „Es ist ein gutes Zeichen nach außen, wenn man die Liste voll hat.“

Das sind die Kandidaten:

1. Markus Bader, 35 Jahre (Bürgermeister), 2. Heiner Heiland , 47 (Bauunternehmer), 3. Stefan Häußerer, 42 (Bauleiter), 4. Gabriele Eirenschmalz, 58 (Angestellte), 5. Stefan Schmid, 33 (Maschinenbautechniker), 6. Christoph Echtler, 64 (Campingplatzbetreiber), 7. Stefan Strauß, 30 (Projektleiter), 8. Robert Freund, 43 (Industriemeister), 9. Stefanie Rößle, 22 (Gesundheits- und Krankenpflegerin), 10. Dirk Koelmann, 41 (Berufssoldat), 11. Kilian Heiland, 30 (Heizung-Sanitär Installateur), 12. Pia Gindhart, 21 (Bauzeichnerin), 13. Joachim Speer, 22 (Elektroniker für Geräte und Systeme), 14. Stefan Heiland, 32 (Maschinenbautechniker). 15. Franziska Echtler, 33 (Automobilkauffrau), 16. Marc Fritzen, 47 (Freiberufler Kaufmann), 17. Simon Strauß, 26 (Elektrotechniker), 18. Björn Heidrich, 42 (Justizvollzugsbeamter), 19. Andreas Bader, 27 (Software-Konstrukteur), 20. Klaus Schaffer, 56 (Kfz-Mechaniker), 21. Andrea Schmid, 51 (Versicherungsmaklerin), 22. Lukas Niggl, 27 (Getränkeverkäufer), 23. Robert Erhard, 48/Maschinenführer), 24. Martin Lindauer, 40 (Maschinenführer). Als Ersatzkandidaten wurden aufgestellt: Benjamin Schauer, 32 (Industriemeister) und Silvia Heidrich, 41 (Kinderpflegerin).

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