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So soll die Echelsbacher Brücke aussehen: Der denkmalgeschützten Betonbogen wird in den Neubau integriert.

Rodungen für Behelfsbrücke

Echelsbacher Brücke: Am Montag starten die Arbeiten

Es ist eines der ehrgeizigsten und mit geschätzten 15 bis 20 Millionen Euro Gesamtkosten teuersten Straßenbauprojekte in nächster Zeit im Landkreis Weilheim-Schongau: der Ersatzneubau der in die Jahre gekommenen Echelsbacher Brücke bei Rottenbuch. Das Vorhaben soll sich bis 2021 hinziehen. Am Montag beginnen die ersten Arbeiten.

Rottenbuch - Das Staatliche Bauamt Weilheim bereitet den Bau der Behelfsbrücke vor, die während des eigentlichen Neubaus die B 23 über die Ammerschlucht führt. Das Baufeld für die im Frühjahr beginnenden Arbeiten an der Ersatzbrücke wird frei gemacht, teilte das Amt gestern mit. Dazu sind laut Brückenbau-Sachgebietsleiter German Abenthum Rodungen nötig: auf der Bad Bayersoier Seite, in der Schlucht für die drei Pfeilerfundamente sowie auf der Rottenbucher Seite beim Kiosk. Dort muss Platz für einen provisorischen Busparkplatz geschaffen werden.

Die Fällaktionen sollen bis Ende Februar abgeschlossen sein. Parallel beginnen, wenn die Witterung mitspielt, ab Mitte Februar die Arbeiten für den auf der westlichen Seite geplanten Kreisverkehr. „Zuerst kommt eine Kampfmittel-Sondierung“, erklärt Abenthum – um nach Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg zu suchen. Danach wird das Erdreich abgeschoben und die Baustelle an beiden Seiten eingerichtet. Das Staatliche Bauamt möchte den Kreisverkehr bis Jahresmitte funktionstüchtig haben.

Während der jetzigen Arbeiten und dem Kreiselbau „kommt es zu keinen Behinderungen des Verkehrs“, teilt die Behörde mit – es gebe nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung. An eine Ampelschaltung ist nicht gedacht.

Damit der Verkehr auch während der eigentlichen Arbeiten an der 1929 eröffneten Echelsbacher Brücke, die bis auf den denkmalgeschützten Betonbogen abgebrochen und neu errichtet wird, zügig fließt, gibt es südlich davon die Behelfsbrücke. Mit der Aufstellung der Konstruktion, die 266 Meter lang ist und 70 Meter hoch über die Ammer führt, wird im April begonnen. Sie soll Ende des Jahres fertig sein, über den Winter ruhen und zum Frühjahr in Betrieb genommen werden. Es handelt sich um eine standardisiertes Sondermodell: Das „Festbrückengerät SS 80“ hält der Bund für solche Projekte vor und wird vom Bauamt ausgeliehen.

Die Ersatzbücke kommt in Einzelteilen, wird auf Soier Seite montiert und über die Schlucht geschoben. Sie ruht auf drei Stützen. Um ihren Bau hatte es Diskussionen wegen des Naturschutzes geben. Die Ammerschlucht ist dort FFH-Gebiet, außerdem befinden sich an den Hängen empfindliche Kalktuffquellen. Lösung: Das Konstrukt wird nicht parallel zur alten Brücke gebaut, sondern auf Soier Seite leicht schräg verschoben. Vorteil laut Aben–thum: „Die Flächen sind jetzt weniger kritisch.“ Denn die Stützen befänden sich so außerhalb der Kalktuffquellen.

Die Regierung von Oberbayern hat mittlerweile für Ersatzneubau und Behelfsbrücke grünes Licht gegeben: Sie hat am 19. Januar den Planfeststellungsbeschluss erlassen. Im Verfahren wurden Stellungnahmen von mehr als 20 Behörden, sonstigen Trägern öffentlicher Belange und Vereinen geprüft. Sie wurden „soweit wie möglich berücksichtig“, teilt die Regierung mit. Der Beschluss liegt nun in Rottenbuch, Bad Bayersoien, Peißenberg und Uffing zwei Wochen öffentlich aus.

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