Der Rottenbucher Leonhardiritt fand 2019 das bisher letzte Mal statt.
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Der Rottenbucher Leonhardiritt fand 2019 das bisher letzte Mal statt.

Prozessionen

Entscheidungen gefallen: Leonhardiritte in Rottenbuch und Wildsteig finden statt

  • Katrin Kleinschmidt
    VonKatrin Kleinschmidt
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Es ist die Zeit der Leonhardiritte: Doch können sie unter den geltenden Corona-Bestimmungen stattfinden? In Rottenbuch und Wildsteig ist man davon überzeugt.

Rottenbuch/Wildsteig – Es ist die Nachricht, auf die viele Pferdebesitzer und Reiter gehofft haben: Der Leonhardiritt in Rottenbuch findet in diesem Jahr statt. Das verkündete Bürgermeister Markus Bader im Gemeinderat. Am 7. November ziehen Rösser und Reiter durch den Ort.

Damit haben die Rottenbucher die gleiche Entscheidung wie die Wildsteiger getroffen. Dort findet die Prozession am kommenden Sonntag, 24. Oktober, statt. Das hatte der Vorstand des Leonhardivereins, Xaver Gindhart, der Heimatzeitung schon im September bestätigt. Um 10.15 Uhr beginnt der Kirchenzug, um 10.30 Uhr der Gottesdienst.

Leondhardiritt in Rottenbuch: Keine 3G-Regel notwendig

Zwei Wochen später also sind dann die Rottenbucher dran. Dort tritt die Gemeinde als Veranstalter auf. Bürgermeister Bader lud für Anfang Oktober Kutschen- und Pferdebesitzer sowie Vereinsvertreter zu einer Versammlung ein. „Die ist schon gute Tradition“, sagt er. Und dort waren sich die Anwesenden einig, dass der Leonhardiritt nach 2020 – wegen der Corona-Pandemie war er da nicht möglich – kein weiteres Mal ausfallen soll. „Die Stimmung war ganz klar so, dass wir ihn machen sollten.“

Und aus Sicht des Bürgermeisters spricht auch nichts dagegen: Wie in Wildsteig so waren auch in Rottenbuch nie mehr als 1000 Menschen bei dem Umzug dabei – Teilnehmer und Zuschauer zusammengerechnet. Damit entfällt die 3G-Regelung, der Ritt kann größtenteils normal ablaufen. „Wir sind komplett im Freien, haben eine lange Zugstrecke und keine engen Gassen“, sagt Bader. „Die Menschen haben sich immer gut verteilt und können Abstände einhalten.“

Leonhardiritt beginnt um 9.30 Uhr am Rottenbucher Sportheim

Nur kleine Änderungen gibt es laut Bader. Die Gemeinde verzichten auf Werbung für den Ritt. Zudem „wird es keinen Festzeichenverkauf geben“, sagt der Rathauschef. Getränke und etwas zu Essen können Besucher vor Ort kaufen – vor den Ständen werde aber eine Einbahn-Regelung umgesetzt, um Gedränge zu vermeiden. Ein Anschlussprogramm, etwa den Leonharditanz oder ein gemeinsames Essen, habe es schon seit einigen Jahren nicht mehr gegeben, von daher ändert sich auch dahingehend nichts.

Beginn des Leonhardiritts ist um 9.30 Uhr am Sportheim. Der Zug führt zum Fohlenmarkt-Platz. Dort beginnt gegen 10 Uhr der Gottesdienst mit anschließender Segnung. „Ich denke, dass es ein ganz normaler Ritt wie früher wird“, sagt Bader. Freilich könne sich bei den Corona-Regeln bis 7. November etwas ändern – doch die ausschlaggebende Ampel, deren Grundlage die Anzahl von Covid-19-Patienten in Bayerns Krankenhäusern ist, stehe seit langem „sehr stabil“ auf Grün.

„Das Wetter ist wohl der entscheidendere Faktor“, sagt Bader und grinst. So wie immer eben. Hart im Nehmen mussten die Teilnehmer vor fünf Jahren sein, als es stark regnete. Das braucht heuer, zum ersten Leonhardiritt seit zwei Jahren in Rottenbuch, wirklich keiner. Die Sonne wäre hingegen herzlich willkommen – die war bei der Prozession schon lange nicht mehr zu Gast. Bader hofft auf einen schönen Tag: „Vielleicht haben wir dieses Jahr mal Glück.“

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