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Voll besetzt war die Rottenbucher Gemeindehalle bei den vier Aufführungen der Katholischen Landjugend, die mit ihren Sketchen begeisterte. 

Faschingstheater in Rottenbuch

Bestes Hoftheater

„Hoftheater, bittesehr!“. Nach dieser Anordnung des österreichischen Kaisers alias katholischen Pfarrers von Rottenbuch, hat sich gleich vier Mal der Vorhang in der Rottenbucher Gemeindehalle geöffnet. Zum Faschingstheater hatte die katholische Landjugend auch heuer eingeladen, eine Tradition, die sich in diesem Jahr bereits zum 65. Mal jährt.

Rottenbuch –Seit 1952 beweisen junge Rottenbucher ihr komödiantisches Talent. Immer unter der Leitung des Pfarrers. Der vierte in dieser Reihe ist nun Josef Fegg, der sich mit weißer Uniform und roter Schärpe kaiserlich aufgebrezelt hatte und mit Wiener Schmäh durch das Programm führte. Dabei immer bestrebt, die erzählten Witze treffsicher zu platzieren.

Beispiel gefällig? „Was ist der Unterschied zwischen einer Telefonzelle und der SPD? Bei der Telefonzelle muss man erst zahlen, dann darf man wählen. Was haben die beiden gemeinsam? Sie sind vollkommen überflüssig.“

Auch das Theaterteam mit vier Regisseuren, zwei Technikern und 21 Darstellern unterhielt die Zuschauer in der voll besetzen Halle aufs Beste. Kleine Sticheleien und Andeutungen in Richtung lokale Gegebenheiten ließ das Publikum prusten und kichern. Die vier Sketche, immer auch mit einer kleinen Botschaft am Ende, mitunter urkomisch umgesetzt. Wie etwa bei „Den Kassenpatienten“, denen der unmotivierte Arzt zu jedem großen und kleinen Wehwehchen Aspirin verschreibt und beflissen an den nächsten Krankenschein erinnert. Als der Bürgermeister wegen eines Nadelstiches in den Finger anruft, schwingt er sich sofort aufs E-bike… es könnte ja ernst sein.

Was die vier Aufführungen so besonders machte, war nicht nur der Lokalkolorit, sondern insbesondere die Echtheit der Darsteller, die selbst sichtlich Spaß an der Darbietung hatten. Zwischen den Aufführungen unterhielt die Rottabuacher Bauramusi mit Blasmusik. 

Myriam Trunk

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