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Feierten den Festgottesdienst in der Rottenbucher Pfarrkirche: Von links „Geburtstagskind“ Professor Peter Schallenberg, Erzbischof Reinhard Kardinal Marx und Pfarrer Josef Fegg sowie dahinter Diakon Martin Mylius. 

Festgottesdienst mit Kardinal Marx in Rottenbuch

Der Anker des unzerstörbaren Lebens

„Tretet immer wieder neu an die Seite Jesus Christus, er geht ja auch den Weg mit uns.“ Zuversicht und Hoffnung hat Reinhard Kardinal Marx den zahlreichen Gläubigen beim feierlichen Pontifikalamt in der Pfarrkirche Mariae Geburt in Rottenbuch mit auf den Weg durch turbulente Zeiten gegeben.

Rottenbuch – Reinhard Kardinal Marx zu Besuch in Rottenbuch: Anlässlich des 55. Geburtstages von Professor Peter Schallenberg sind auch viele Priesterkollegen nach Rottenbuch gekommen, und Anton Guggemos sorgte mit der Chorgemeinschaft von Böbing, Wildsteig und Schönberg, den Wildsteiger Weisenbläsern und Solistin Alexandra Anusca für einen glanzvollen Lobpreis Gottes.

Mit eingebunden in den Gottesdienst war darüber hinaus die Firmung von Kilian und Stefan Heiland sowie die Segnung von Kreuzen. Die Kollekte ging an die Caritas in Siebenbürgen.

Seit früher Jugend, als er seine Ferien in der Jagdhütte seiner Eltern verbrachte, ist der Moraltheologe Peter Schallenberg ein Freund Rottenbuchs. Hier schöpft der Inhaber des Lehrstuhls für Moraltheologie und Ethik an der Theologischen Fakultät Paderborn immer wieder Kraft für die Forschungsarbeit. Schwerpunkte von Professor Schallenberg sind die Christliche Sozialethik, Ethik der Sozialen Marktwirtschaft sowie die Christliche Gesellschaftslehre.

Gerne hilft Schallenberg auch im Pfarrverband Franz Xaver immer wieder mit aus, und so war es ihm ein Herzensanliegen, hier in der Mutterkirche des Ammertals seinen Geburtstag mit vielen seiner Wegbegleiter zu feiern, zu denen eben auch Kardinal Marx gehört.

Da er auch Gastprofessuren an der Päpstlichen Lateran Universität in Rom und der Theologischen Hochschule Alba Iulia in Siebenbürgen innehatte, spürten die Gottesdienstbesucher in Rottenbuch auch einen Hauch von Weltkirche.

Die auswärtigen Gäste wiederum waren beeindruckt vom Einzug in das Gotteshaus in Begleitung des Rottenbucher Trommlerzugs und den Fahnenabordnungen aus den vier Pfarreien. „Nun jauchzet dem Herrn“, stimmten dazu alle mit ein. Für Kristina Kuzminskaite, die mit dem Rottenbucher Chor derzeit in ihrer Heimat Litauen weilt, war Toni Guggemos zur Stelle.

Ergreifend die Solos von Alexandra Anusca aus Siebenbürgen, die in Birmingham studiert hat: Der Lobpreis „Dank sei dir“ von Georg Friedrich Händel, das „Dir, dir will ich singen“ von Johann Sebastian Bach und die Arie „Panis angelicus“ von César Franck waren ein Genuss.

Mit dem Umbruch in der Gesellschaft, durch den alle angespannt seien, und der Frage, wie es weiter geht in der Welt und in der Kirche, setzte sich der Erzbischof in seiner Predigt auseinander. Durch den Lauf der Geschichte ging es seinen Worten nach schon immer mal bergauf und bergab. „Als Christen müssen wir unseren Weg finden. Der Anker ist dort, wo das unzerstörbare Leben ist, da sind wir daheim“, stellte Kardinal Reinhard Marx heraus.

Die Grundentscheidung, mit dem Herrn zu gehen, müsse immer wieder neu getroffen werden. Wie Petrus im Evangelium dem Herrn antwortete, der Worte des ewigen Lebens habe. „Christus gibt uns eine Perspektive der Hoffnung, da will ich dabei sein, seine Worte, sein Beispiel zieht,“ unterstrich der Kardinal. Und: „Richten wir unseren Blick auch auf die Gottesmutter Maria, der die Rottenbucher Kirche mit dem kreuzförmigen Grundriss geweiht ist. Wir wissen, ihr Sohn geht auch mit uns.“

Gerhard Heiss

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