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Stellte den Masterplan vor: Andreas Achatz von der Regensburger Firma IK-T (Innovative Kommunikation Technologie). 

Gemeinderat Rottenbuch

Gemeinde Rottenbuch erteilt Breitband-Auftrag an die Telekom

Die Gemeinde Rottenbuch macht in Sachen Breitbandausbau Nägel mit Köpfen. Im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Gemeinderatssitzung ist der Auftrag an die Telekom vergeben worden.

Rottenbuch – Da die Telekom als einziger Bewerber ein Angebot abgegeben hat, ist jedoch laut Bürgermeister Markus Bader noch eine letzte unabhängige Rechnungsprüfung abzuwarten. Diese ist grundsätzlich notwendig, wenn weniger als drei Bewerber im Spiel sind, um sicher zu stellen, dass keine überhöhten Preise gefordert werden.

Im April dieses Jahres soll das Projekt Breitbandausbau dann in Angriff genommen und in einem Zug bis Ende 2018 fertiggestellt werden. Eigentlich hatte sich die Gemeinde erhofft, das Zeitfenster dafür auf zwölf Monate festsetzen zu können. Diesem Wunsch konnte die Telekom jedoch nicht nachkommen, zu groß sei derzeit die Nachfrage. Daher hat das Unternehmen den Ausbau innerhalb von 18 Monaten angeboten. Die Kosten dafür belaufen sich auf knapp 2,5 Millionen Euro. 20 Prozent davon, also rund 495 000 Euro, muss die Gemeinde tragen.

Das Abstimmungsergebnis, so Bürgermeister Bader, sei deshalb auch nicht einstimmig gewesen, wie bei jeder Abstimmung zu diesem Thema bisher. Bader ist sich jedoch sicher, die Kosten auf 460 000 Euro reduzieren zu können. Dafür sollen Synergien mit Böbing genutzt werden. Dort ist man in der Planung auf demselben Stand – Böbing hatte kürzlich seine Zustimmung erteilt (wir berichteten).

Außerdem sollen extra für den Breitbandausbau bereitgestellte geförderte Kredite in Anspruch genommen werden. So können sich die Einwohner Rottenbuchs auf 200 Megabit im Upload und 20 Megabit im Download freuen. „Das ist mehr als ein Quantensprung, wenn man bedenkt, dass derzeit manche Höfe gerade mal ein Megabit zur Verfügung haben“, so Bürgermeister Bader. „Damit katapultieren wir uns mit einem Schritt in die Zukunft.“

Strategische Grundlage für den Ausbau des Breitbandnetzes ist ein Masterplan, der im öffentlichen Teil der Sitzung von Andreas Achatz, Diplomingenieur für Telekommunikation beim beauftragten Büro IKT – Mansdorfer und Hech in Regensburg, vorgestellt wurde. Danach ist das Gemeindegebiet von Rottenbuch und Schönberg in drei Cluster aufgeteilt, mit je einem Verteiler. Von dort aus soll letztendlich jedes der 615 Anwesen erreicht werden.

Ausgenommen davon sind vorläufig jene rund 29 Prozent der Häuser, die sich im Nahbereich befinden und schon schnelleres Internet haben. Mit eingeplant sind bei den übrigen Anschlüssen auch Baugrundstücke und potentielle Baugrundstücke. Die Glasfaserkabel werden kostenlos für die Eigentümer, deren Einverständnis vorausgesetzt, bis an die Anschlüsse in den Häusern verlegt.

„Wir hoffen, dass jeder zustimmt, denn es bedeutet ja auch eine Wertsteigerung für das Anwesen, wenn nicht für einen selbst, dann für die nächste Generation“, sagt Bader. Zudem müssten bei einem nachträglichen Anschluss sämtliche Kosten dafür selbst getragen werden.

Der Masterplan hatte als strategische Größe einen Wert von acht Millionen für den Breitbandausbau veranschlagt. Dieser sei jedoch nur eine hypothetische Berechnung, so Ingenieur Achatz, mit der Annahme, dass der Ausbau komplett und ohne Nutzung bereits bestehender Synergien oder Möglichkeiten wie Mitverlegung der Rohre bei ohnehin notwendigen Straßenbaumaßnahmen erfolge.

Myrjam Trunk

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