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Leonhardiritt

Rottenbuchs Feiertag

Der Heilige Leonhard hätte am gestrigen Sonntag in Rottenbuch seine Freude gehabt: 142 prächtig herausgeputzte Pferde, 16 liebevoll geschmückte Kutschen, Landauer und Festwagen sowie die Musikkapellen aus Bad Bayersoien, Schönberg, Böbing und Rottenbuch bildeten den beeindruckenden Zug zu Ehren des Schutzpatrons der Rösser und des Viehs.

Rottenbuch – Für Rottenbuchs Bürgermeister Markus Bader ist der Leonhardiritt nach dem Fohlenmarkt der höchste Feiertag. „Für den Gottesdienst der schöne Fohlenmarktplatz mit Blick auf den Fohlenhof, da passt alles zusammen.“ Im bayerischen Oberland ist der Leonhardiritt ein religiöses genauso wie ein gesellschaftliches Ereignis. Genau das ist es auch in der 1770-Seelen-Gemeinde Rottenbuch.

Es war heuer der 70 Leonhardi-Ritt im Klosterdorf. Die Temperaturen so um die sieben Grad sorgten für gute Stimmung unter den Reitern, und auch unter den Musikanten oben auf den Festwagen, der politischen Prominenz, die es sich auf dem Weg vom Sammelplatz zum Gottesdienst auf dem Fohlenmarktplatz auf den noblen Landauern bequem gemacht hatte. Unter ihnen Bezirksrätin Alexandra Bertl (CSU). „Das ist gelebtes und christliches Brauchtum von seiner schönsten Seite.“ Man müsse all denen dankbar sein, die mitmachen. „Da steckt viel Arbeit dahinter, bis Pferde und Kutschen so geschmückt sind.“ Für Anton Speer, Landrat von Garmisch-Partenkirchen, ist der Leonhardiritt immer ein ganz besonderes Ereignis. „Da wird Tradition und Brauchtum sichtbar.“ Speer ist es auch, der die Standarte der Unterammergauer Leonhardi-Gemeinschaft während des gesamten Gottesdienstes trägt.

Wie all die 36 Jahre zuvor, sorgte Magnus Stückl dafür, dass sich Ross und Reiter, die 16 Festwagen und Kutschen in der richtigen Reihenfolge zum Zug entlang der Bundesstraße zum Gottesdienst formieren. Vorneweg die Vorreiter Schorsch Mayer, Thomas und Johann Eiler, dahinter Pfarrer Josef Fegg auf der vierjährigen Mona von Alfred Schauer. Beim Gottesdienst, von Mesnerin Sabine Berktold und Anton Speer vorbereitet, sprach Fegg in seiner Predigt über die Kompliziertheit der Welt und darüber, um wie viel es einfacher wäre, „wenn wir uns alle an das Evangelium, an die zehn Gebote halten würden“.

Vor Beginn des Gottesdienstes segnete Pfarrer Fegg Ross und Reiter, Volk und Vaterland. Die Musikkapelle Böbing mit ihrem Dirigenten Toni Wurm gestaltete den Gottesdienst mit der „Allgäu-Schwäbischen Messe“ von Georg Stich und intonierte am Schluss noch die Bayerische Hymne. Danach zogen Ross und Reiter durchs Dorf.

Walter Kindlmann

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