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Auf dem Gärtnereigelände an der Bundesstraße 23 soll der Edeka-Supermarkt entstehen.

Machbarkeitsstudie zum Gärtnereigelände

Supermarkt-Standort wird nochmal geprüft

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Zuletzt ist es ruhig um den geplanten Supermarkt in Rottenbuch geworden. Doch hinter den Kulissen treibt die Gemeinde die Entwicklung des als Standort angedachten Gärtnereigeländes eifrig voran. Erste Erkenntnisse der beauftragten Machbarkeitsstudie gibt es bereits.

Rottenbuch – Die Pläne für die Ansiedlung eines Supermarkts haben im vergangenen Jahr hohe Wellen in Rottenbuch geschlagen. Kritiker starteten eine Unterschriftenaktion, um das Großprojekt zu verhindern, doch beim Bürgerentscheid im September setzten sich bekanntlich die Befürworter mit großer Mehrheit durch.

Den Startschuss für die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Gärtnereigelände an der B 23 bedeutete das positive Ergebnis freilich nicht. Vielmehr machten die Rottenbucher damit nur den Weg für die Bauleitplanung frei. Schon damals versprach Bürgermeister Markus Bader, dass man nichts mit der Brechstange durchsetzen werde. Zumal es auf dem Gelände nicht nur um die Ansiedlung eines Supermarkts geht, sondern dort auch ein Komplex mit Feuerwehrhaus und Bauhof sowie Musikräume entstehen soll.

Noch ist das allerdings nicht in Stein gemeißelt. Im Januar hat die Gemeinde das Kaufbeurer Fachbüro Leuninger & Michler beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für das 13 000 Quadratmeter große Grundstück zu erstellen (wir berichteten). Dabei sollen noch einmal alle Aspekte beleuchtet werden, wie der Bürgermeister im Gespräch mit den SN erklärt. Das heißt vor allem, dass die Fachleute auch noch einmal alternative Standorte für die angedachten Einrichtungen im Gemeindegebiet prüfen. Das gelte explizit auch für den Supermarkt, betont Bader, wobei sich angesichts der Größe die Zahl anderer möglicher Flächen in Grenzen halten dürften. Mehr will der Rathauschef zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten. „Das ist gerade alles im Prozess. Aber wir werden das Ergebnis am Ende transparent darstellen.“

In der vergangenen Woche hat der Gemeinderat in einer Klausur schon einmal gemeinsam mit den Planern die genauen Ziele in Sachen Supermarkt abgesteckt. Das betraf zum einen die Art und Größe des Vollsortimenters. „Es soll eine moderne Nahversorgung werden und kein Dorfladen“, sagt Bader. Als Verkaufsfläche strebe man mit 800 Quadratmeter die kleinere Variante an.

Zum anderen hat man sich auch mit möglichen ergänzenden Dienstleistungen wie Postschalter oder Bankautoamt und den Werbeanlagen beschäftigt. Dabei ging es um die Frage, inwieweit die Gemeinde in der Bauleitplanung diesbezüglich Vorschriften erlassen kann. Beide Punkte hatten im Vorfeld des Bürgerentscheids bei Geschäftsleuten und Bürgern für Kritik gesorgt. Während die einen die Konkurrenz fürchteten, sorgten sich die anderen um die Verschandelung der Landschaft durch riesige Pylonen. In beiden Fällen kann Bader Entwarnung geben. Rechtlich könne die Gemeinde sowohl Einfluss auf das Dienstleistungsangebot nehmen, als auch auf die Größe etwaiger Werbeanlagen. Das man davon auch Gebrauch machen werde, daran lässt der Bürgermeister keinen Zweifel. „Unser historischer Kern darf nicht ausbluten.“

Gespräch mit Behörden im Mai

Als nächstes will die Gemeinde gemeinsam mit den Planern das Gespräch mit der Regierung von Oberbayern und der Denkmalschutzbehörde suchen. Dies soll laut Bader noch im Mai geschehen. Beide müssen mitspielen, damit die Bauleitplanung Aussicht auf Erfolg hat. Schließlich geht es auch darum, ob das Großprojekt die historische Sichtachse auf das Klosterdorf beeinträchtigt. „Ich bin guter Dinge, dass wir eine Einigung erzielen“, zeigt sich Bader optimistisch.

Bis Ende des Jahres soll Klarheit herrschen, wie das ehemalige Gärtnereigelände am besten genutzt werden kann. Dann könnte im nächsten Jahr die Bauleitplanung starten und bestenfalls 2020 die ersten Bagger rollen. Überstürzen will man im Klosterdorf allerdings nichts. „Es ist die größte Entscheidung der letzten Jahrzehnte“, betont Bader. „Wir werden deshalb noch viele Diskussionen führen.“

Die nächste Gelegenheit dazu haben die Rottenbucher bereits am kommenden Montag. Bei der Bürgerversammlung um 20 Uhr in der Gemeindehalle wird auch der geplante Supermarkt sicher Thema sein.

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