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Gruppenbild bei der Abschlussfeier: Die 20 Absolventen der Don Bosco Berufsfachschule für Kinderpflege in Rottenbuch.

Abschlussfeier Don Bosco Berufsfachschule

Die Träume der Kinder mitträumen

Kinder versorgen und umsorgen, ihnen Geborgenheit und Nestwärme geben und, wenn notwendig, ihnen Trost spenden: Das haben 18 Kinderpflegerinnen und zwei Kinderpfleger in ihrer zweijährigen Ausbildung an der Don Bosco Berufsfachschule für Kinderpflege in Rottenbuch gelernt.

Rottenbuch – Tolles Ergebnis: Alle Absolventen der Don Bosco Berufsfachschule für Kinderpflege dürfen sich ab sofort „Staatlich geprüfter Kinderpfleger nennen. Alle haben sie mit der erfolgreich abgelegten Prüfung auch den „Mittleren Bildungsabschluss“ geschafft.

Als Abschlussfeier-Motto haben die Don Bosco-Absolventen den Spruch von Johann Heinrich Pestalozzi gewählt: „Alles, was du bist, alles, was du sollst, alles, was du willst, geht von dir selber aus.“ Schulleiter Stefan Eblenkamp sagte, die Absolventen hätten jetzt mit bestandener Prüfung einen Traumberuf erreicht.

Er wünschte beruflichen Erfolg, ohne zu träumen: „Träume haben die Weltgeschichte bestimmt, sie führen uns in die Wahrheit.“ Kinder würden die Realität durch Träume gestalten, und Kinderpfleger müssten die Träume der Kinder mitträumen. Ansonsten würden sie den Kontakt zur Realität verlieren.

Alle Absolventen seien jetzt gut ausgebildet, quasi „sattelfest“ für die Realitäten im beruflichen Alltag. Der Schulleiter appellierte und sagte: „Vertrauen Sie auf Ihr Wissen, auf Ihre Fantasie, und auf Ihre Kreativität, vor allem aber, glauben Sie an die Kraft der Träume.“

Achim Gerbig, Gesamtleiter der Rottenbucher Regens-Wagner-Schule, gab den Absolventen ebenfalls etwas mit auf den Weg: „Sie sind jetzt für Ihr Leben selbst verantwortlich, alles, was Sie wollen, geht von Ihnen selbst aus.“

Gerbig erinnerte an den Leitspruch von Don Bosco: „Finden Sie Ihren Weg, es kommt auf Sie selbst an.“ Zudem ermutigte der Gesamtleiter die Absolventen, in ihrem beruflichen Werdegang weiter zu machen. Eventuell sich für die fünfjährige Ausbildung zum Erzieher an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Rottenbuch zu entscheiden. Drei der 20 Absolventen haben sich dazu bereits entschieden.

Der Gesamtleiter äußerte sich auch zu den derzeit laufenden Bautätigkeiten an der Schule: Das Klostergebäude wurde bis auf die Mauern entkernt und praktisch in einen Rohbau zurückgeführt. Es wird Platz für die Fachakademie und die Berufsschule für Kinderpflege, für eine Hauskapelle und für eine Großküche geschaffen.

Im November können bereits zwei Klassen einziehen. An Weihnachten ist der gesamte Umzug vorgesehen. „Ab Januar 2019 läuft der Vollbetrieb.“ Die Einweihungsfeier wird an Ostern 2019 mit einem Tag der offenen Tür verbunden. Die Gesamtkosten haben sich bei zwölf Millionen Euro eingependelt.

Rottenbuchs Bürgermeister Markus Bader indes stellte den pädagogischen und gesellschaftlichen Wandel in den Mittelpunkt seiner Grußrede. In Richtung der Absolventen sagte er: „Sie haben hier eine tolle Ausbildung genossen.“ Es war eine Abschlussfeier, die vollgepackt war mit den Reden der beiden Klassensprecher Regina Löser und Leon Grohall, dem Dank an die Lehrer, etlichen instrumentalen und gesanglichen Einlagen unter der Leitung der Musiklehrerin Petra Watzlawik, einer Diashow und schließlich dem Abschlusslied „When I’m gone“.

Den vorangegangenen Gottesdienst stellte Regens-Wagner-Direktor Rainer Remmele unter das Motto „Besinnung und Liebe“. Wörtlich sagte Pfarrer Remmele: „Schauen wir zurück. Spüren wir nach. Vielleicht entdecken wir, wonach wir uns alle so sehnen.“

Die Absolventen

Victoria Bauer, Maximilian Bücherl, Viviana Coronglu, Kathrin Etbauer, Annabel Gansohr, Leon Grohall, Stefanie Hiltensberger, Lea Kniestedt, Michaela Kuhn, Josefine Lerchenmüller, Regina Löser, Niclas Lukasczyk, Jana Menschhorn, Regina Neuner, Laura Röthlingshöfer, Bettina Socher, Saskia Sperer, Merve Taskin, Marie Werner, Monika Wohl.

Walter Kindlmann

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