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Peter Vogt ist VG-Geschäftsstellenleiterin Rottenbuch.

Wasser und Abwasser in Rottenbuch und Schönberg

Bürgern droht Gebührenerhöhung

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In Rottenbuch und Schönberg schwebt eine Gebührenerhöhung bei Trinkwasser und Abwasser über den Bürgern. Die Sparten kommen aus ihrem Minus nicht raus. Heuer werden die Abgaben neu kalkuliert.

von andreas baar

Rottenbuch– Das Thema ist nicht neu in Rottenbuch. Bereits im Mai 2017 wurden im Gemeinderat Stimmen laut, die eine Gebührenerhöhung beim Abwasser anmahnten. Eine Kalkulation müsse sowohl für das Klosterdorf als auch für Schönberg her, hieß es. Hintergrund: Die Sparte fährt seit Jahren in beiden Ortsteilen ein Defizit ein.

In Rottenbuch betrug das Abwasser-Minus 2017 zuletzt knapp über 3800 Euro. In Schönberg lag es bei immerhin 15 200 Euro. Diese Zahlen präsentierte VG-Geschäftsleiter Peter Vogt unlängst bei der Verabschiedung des diesjährigen Finanzpakets. Gerade in Schönberg setzte sich ein unerfreulicher Trend mit Verlusten von 13 000 Euro (2016) und 12 900 Euro (2015) fort.

Auch beim Trinkwasser erwirtschaftete die Gemeinde im vergangenen Jahr kein Plus. In Rottenbuch lagen lange Zeit keine Zahlen vor, weil die Versorgung mit dem kostbaren Nass in den Händen eines eigenen Verbands lag. Erst 2016 hatte die Gemeinde die Sparte nach dem Vereinsaus übernommen (wir berichteten).

Für das vergangene Jahr liegen nun die ersten Ergebnisse vor: Laut Kämmerer Vogt wurden rund 60 000 Euro an Gebühren eingenommen, die Ausgaben unter anderem für Unterhalt und Personal beliefen sich dagegen auf 64 200 Euro – also ein Defizit von um die 4000 Euro. In Schönberg ist das Minus mit 783,95 Euro wenigstens deutlich geringer. Immerhin hatte dort die Sparte der Kommune in den vergangenen zwei Jahren mit circa 2000 Euro (2016) und 8700 Euro (2015) jeweils ein Plus in die Kassen gespült.

Noch heuer will die Verwaltung Nägel mit Köpfen machen. „Für alle kostendeckenden Einrichtungen stehen neue Gebührenkalkulationen an“, teilte Vogt mit. Über- und Unterdeckungen würden dabei entsprechend berücksichtigt, heißt es – was bei den jüngsten Verlusten eine Abgabenerhöhung wahrscheinlich machen würde. Denn die Sparten müssen laut Gesetz kostendeckend wirtschaften, ist dies nicht Fall, muss der Bürger zum Ausgleich herangezogen werden. Auf der anderen Seite gilt aber: Fallen Gewinne an, sind diese an die Einwohner über Gebührensenkungen zurückzugeben. Es sei denn, Rottenbuch würde ähnlich wie die Nachbarn in Wildsteig eine Rücklage für anstehende Investitionen schaffen. „Wir werden entsprechende Änderungen machen müssen“, erklärte denn auch der VG-Geschäftsleiter zu den Abgaben.

Bereits seit 2010 gelten folgende Sätze: Der Wasserpreis in Schönberg liegt bei 94 Cent je Kubikmeter, in Rottenbuch bei 45 Cent. Das Abwasser in Schönberg kostet einen Euro pro Kubikmeter, in Rottenbuch 1,65 Euro.

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