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Direkt neben der Echelsbacher Brücke im Vordergrund wurde die 266 Meter lange Ersatzbrücke errichtet.

Ersatzbrücke längst fertig

Echelsbacher Brücke: Bald wird umgeleitet

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Beim Teilneubau der Echelsbacher Brücke steht der nächste wichtige Schritt an: In Kürze soll die nebenan errichtete Ersatzbrücke in Betrieb gehen. Doch bis es so weit ist, will das Staatliche Bauamt Weilheim Fehler aus dem Schongauer Behelfsbrücken-Desaster vermeiden.

Rottenbuch – Wer regelmäßig über die Echelsbacher Brücke fährt, denkt sich seit Längerem: Auf was warten die noch? Tatsächlich schaut die 266 Meter lange Ersatzbrücke längst fertig aus: Fahrbahnmarkierungen sind gezogen, Schilder aufgestellt, nur ein Zaun steht noch davor. Tatsächlich dauert es nicht mehr lange, bis es soweit ist: Laut Christoph Prause vom Staatlichen Bauamt Weilheim soll der Verkehr bereits in einigen Tagen auf anderen Wegen rollen.

Theoretisch hätte man das bereits tun können, doch das Bauamt wollte auf Nummer sicher gehen – und hat sich die Probleme bei der Schongauer Ersatzbrücke über den Lechkanal als mahnendes Beispiel zu Herzen genommen. Dort wurde bekanntlich die Zufahrt zur Behelfsbrücke aus Richtung Schongau nach Peiting aufgrund der engen Begebenheiten so eng gebaut, dass bereits einer der ersten Lkw in der Brücke stecken blieb und mühsam befreit werden musste. Trotz Nachbesserungen musste der Versuch vorerst aufgegeben werden, erst in rund einem Monat sollen wieder Fahrzeuge auf diesem Weg von Schongau nach Peiting fahren können – aus der Bevölkerung war Hohn und Spott auf das Bauamt eingeprasselt.

Noch ist die Behelfsbrücke über die Ammerschlucht abgesperrt, ebenso die Fußgängerüberwege.

„Jetzt haben wir vorher getestet, ob alles reibungslos klappt“, sagt Prause – und tatsächlich hat sich die Zufahrt aus dem Kreisverkehr von Rottenbucher Seite her als nicht problemfrei herausgestellt. Dort wird laut Prause noch baulich nachgebessert, damit wirklich alles reibungslos läuft.

Auch der Begegnungsverkehr auf der Ersatzbrücke selbst dürfte bei manchem Lkw- oder Busfahrer für Nervenkitzel sorgen. Denn laut Prause biete die Brücke zwar ausreichend Platz, doch Brummi-Lenker müssen ihr Gefährt schon ganz an den rechten Rand fahren, um bei einem entgegenkommenden Lkw keinen Spiegelstreifer zu fabrizieren. Dazu trägt auch das seitliche Gerüst bei, das die Brücke gefühlt schmaler macht, als sie wirklich ist. Doch Prause ist optimistisch, dass auch große Fahrzeuge bei langsamer Fahrweise gut die neue Brücke passieren können. Der endgültige Tag der Verkehrsfreigabe wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.

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