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Vereidigung der neuen Räte: (v.l.) Bürgermeister Markus Bader hielt die feierliche Zeremonie im Rathaussaal mit Stefanie Rößle, Josef Köpf und Stefan Strauß ab.
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Vereidigung der neuen Räte: (v.l.) Bürgermeister Markus Bader hielt die feierliche Zeremonie im Rathaussaal mit Stefanie Rößle, Josef Köpf und Stefan Strauß ab.

Konstituierende Sitzung

Rottenbuch: Gansler ist Vize-Bürgermeister

  • Andreas Baar
    vonAndreas Baar
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Rottenbuch hat einen neuen zweiten Bürgermeister: Mit Vitus Gansler wählte der Gemeinderat einen Schönberger in das Amt. Auch drei neue Räte wurden vereidigt.

Rottenbuch – Trotz der ungewohnten Situation mit Abstandsregelung hatte die konstituierende Sitzung des Rottenbucher Gemeinderat etwas Besonderes. Das lag am festlichen Rahmen des historischen Rathaussaals. Aber auch an der Wahl zum zweiten Bürgermeister: Mit Vitus Gansler wurde ein Schönberger in das Amt gewählt.

Der 65-jährige Gansler (Schönberger Wählergemeinschaft) sitzt bereits seit 24 Jahren im Gemeinderat. Seine Wahl fiel deutlich aus. Vorgeschlagen von seinem Listenkollegen Mathias Bräu („Er ist ein Treiber, kein Bremser“), erhielt Gansler bei der geheimen Abstimmung elf Stimmen, eine war ungültig. Amtsvorgängerin Gabriele Eirenschmalz (Freie Wählergemeinschaft) wurde zwar von Alfred Speer (CSU, „Sie hat das Amt gut ausgefüllt“) ebenfalls zur Wahl vorgeschlagen, erklärte sich aber nicht zum Weitermachen bereit – sie erhielt dennoch eine Stimme.

Neuer Vize-Bürgermeister: Vitus Gansler aus Schönberg.

Für Gansler war es ein Erfolg im zweiten Anlauf. Bereits 2008 hatte der Schönberger für den Vizeposten kandidiert – er verlor damals mit lediglich drei Stimmen deutlich gegen Eirenschmalz. 2014 lehnte er eine Bewerbung ab. Nun also doch: Gansler bedankte sich dementsprechend „für das Vertrauen“ und kündigte volles Engagement an. „Ich suche die Herausforderung.“

Vereidigung der neuen Gemeinderäte in Rottenbuch

Zur festlichen Stimmung trug die Vereidigung der neuen Gemeinderäte bei. Wobei: Einen derart großen Umbruch wie vor sechs Jahren mit immerhin sieben neuen Mitgliedern in der Runde gab es heuer nicht. Mit Stefanie Rößle und Stefan Strauß (Freie Wählergemeinschaft) sowie Josef Köpf (Schönberger Wählergemeinschaft) nahmen drei neue Abgeordnete im Gremium Platz.

Vereidigt wurden sie vom wiedergewählten Bürgermeister Markus Bader (Freie Wählergemeinschaft). Dieser nutzte die Gelegenheit, in seiner Ansprache zum Start in die Amtsperiode 2020-2026 eine Lanze für die kommunale Selbstverwaltung zu brechen. Ein Gemeinderat sei „ein ganz hohes Gut“, bedankte sich der Rathauschef ausdrücklich bei allen 70 Kandidaten, die sich insgesamt für die Wahl am 15. März zur Verfügung gestellt haben. Als Beispiel dafür, dass man das Recht auf Selbstverwaltung „hoch hält und ernst nimmt“, wie es Bader formulierte. Überhaupt sei das Lokalparlament ein wichtiges Instrument für das Gemeinwohl, ergänzte er: „Es geht nicht um persönliche Interessen, sondern um die Allgemeinheit.“ Der Gemeinderat sei zwar ein „Dreh- und Angelpunkt“ für das Ortsleben, ergänzte Bader – „aber man braucht die Bürger dazu.“

Einstimmigkeit bei Ausschüssen und Geschäftsordnung

Ein stolzes kommunales Selbstverständnis, zu der die Verwaltungsgemeinschaft gehört. Die Verwaltungs-Gemeinschaft (VG) aus Rottenbuch und Böbing besteht seit Mai 1978. Sie zählt lediglich knapp über 3600 Einwohner. was für Bader, der in dieser Amtsperiode den Vorsitz von seinem Böbinger Kollegen Peter Erhard übernehmen soll, kein Problem darstellt. Im Gegenteil: Er sei der „tiefen Überzeugung“, dass auch kleine Einheiten wie die hiesige VG „mit am besten aufgestellt sind“, bekräftigte Rottenbuchs Dorfoberhaupt.

Bei den Ausschüssen und der Geschäftsordnung demonstrierten die Gemeinderäte Einstimmigkeit. Ebenfalls wollten sie ein Zeichen der Zurückhaltung in schwierigen Zeiten setzen: Einmütig verständigte sich das Gremium darauf, das Sitzungsgeld nicht zu erhöhen. So bleibt es bei 20 Euro pro Termin und Kopf. Vor sechs Jahren hatte man diese Summe von damals 12 Euro angehoben.

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