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Rottenbuchs Bürgermeister Markus Bader (li.) und Grafiker Peter Ostenrieder präsentierten das neue Logo der Gemeinde im Kunstcafé am Tor.

Rottenbuch kürt Gewinner

Logo für „Herz des Pfaffenwinkels“

Ein bisschen „Mick Jagger“, ein Kirchturm und viel Symbolik: Rottenbuch hat sein Logo aufgepeppt. Präsentiert wurde das Ergebnis eines Wettbewerbs jetzt im Kunstcafé am Tor.

Rottenbuch – Der Ortsprospekt war laut Bürgermeister Markus Bader schon etwas „aus der Zeit gefallen“. Besonders um „touristisch in die Puschen zu kommen“ (Bader) und im Sinne eines verbindenden „Corporate Design“, das Einheimische wie Touristen gleichermaßen anspricht, beschloss der Gemeinderat, eine neue Broschüre erstellen zu lassen und auch das Logo moderner zu gestalten. Bei vier Grafikbüros aus der Region hatte Bürgermeister Markus Bader vorgesprochen und sie zu einem Wettbewerb eingeladen. Es winkten für jedes Büro 700 Euro Aufwandsentschädigung. Der Gewinner des Wettbewerbs sollte den Zuschlag für den Ortsprospekt erhalten. Diesen bekam schließlich der Peitinger Peter Ostenrieder.

„Es war eine eindeutige Wahl, obwohl die anderen auch gut waren“, so Bader, der sich besonders darüber freute, dass der Slogan „Herz des Pfaffenwinkels“, den er vor einiger Zeit quasi im Alleingang konzipiert hatte, übernommen wurde. Dieser prangt jetzt unter einem schwarzen Kirchturm, einem knallroten herzförmigen Blatt sowie blauen und grünen Wellenlinien, die die Ammer und die umliegende Kulturlandschaft repräsentieren sollen.

Peter Ostenrieder erläuterte den Anwesenden, welche Überlegungen hinter dem Logo stecken. „Meistens endet es mit einem Kirchturm. Das wollte ich eigentlich nicht machen“, witzelte er. Den Ausschlag, den Kirchturm doch zu verwenden, gab die Tatsache, dass er als „Wahrzeichen“ von allen Seiten weithin sichtbar ist und auch für die Kloster-Vergangenheit steht. Das herzförmige Blatt spielt zum einen auf das Rottenbucher Wappen mit der roten Buche auf silbernem Grund an, zum anderen symbolisiert es den Slogan „Herz im Pfaffenwinkel“. Die Tatsache, dass der Ortsname kleingeschrieben ist, soll modern wirken und gut lesbar sein. Wer möchte, kann aus den umgebenden bunten Linien sogar ein großes „R“ herauslesen. „Ich bin ein Freund der zeitlosen Vereinfachung“, so Ostenrieder zur Gestaltung, die vieles andeutet, aber abstrakt bleibt.

Ein weiteres Kriterium war, dass das Logo sowohl in Farbe, als auch schwarz-weiß „funktionieren“ soll. Im günstigsten Fall so gut, dass man sich sogar über eine Rechnung mit dem neuen Logo freut, wie Peter Ostenrieder augenzwinkernd anmerkte. Die Rechte am Logo liegen bei der Gemeinde, Vereine oder Firmen, die es in irgendeiner Form verwenden möchten, können es dort beziehen. Ein Anfang ist bereits auf Plakaten gemacht, demnächst soll das neue Logo auch in die Homepage eingefügt werden. Der nächste Schritt ist dann die Verwendung beim neuen Ortsprospekt, der zur kommenden Saison fertig sein soll. Derzeit werden noch professionelle Fotos erstellt. Darüber hinaus könnte es auch für neue Ortsschilder verwendet werden.

Die Anwesenden zeigten sich im Großen und Ganzen sehr begeistert von dem Entwurf. Auch wenn ein Besucher einwarf, dass ihn das rote Herz-Blatt ein wenig an „Mick Jagger“ erinnere. Eine andere Besucherin vermisste den Bezug zum Fohlenmarkt. Dazu Peter Ostenrieder: „Er ist optisch nicht dabei, weil er nur einmal im Jahr stattfindet.“ Zudem sei es nicht ratsam, ein Logo mit zu vielen Themen zu überfrachten.

Ursula Fröhlich

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