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Der Leonhardiritt in Rottenbuch war auch heuer wieder gut besucht.

Viele Besucher in Rottenbuch 

Leonhardiritt wieder gut besucht

Willkommen war beim Leonhardiritt in Rottenbuch am Sonntag wieder jeder, vom Gast auf dem prunkvollsten Wagen bis hin zum Reiter auf dem kleinsten Pony. „Denn jeder, der hoch hinaus will, braucht starke Wurzeln,“ so Pfarrer Josef Fegg.

RottenbuchSchon früh kamen sie auf den Straßen aus den umliegenden Gemeinden wie Bad Bayersoien angeritten, viele hatten Auto und Anhänger stehen lassen. Durchreisende drosselten rücksichtsvoll die Geschwindigkeit, auch um die prächtig hergerichteten Rösser und Reiter zu sehen. Schon um 8.30 Uhr stellen sich einzelne Teilnehmer und die Musikvereine aus den umliegenden Gemeinden in Formation. Aus Peiting, Schönberg, Schwangau, Schongau, Unterammergau, Bad Bayersoien, Steingaden, Wildsteig und Böbing kamen sie und starteten pünktlich eine Stunde später in den gemeinsamen Umritt. Die Reiter legten eine Strecke zurück, die nach einer blasmusikuntermalten Schleife um die Raiffeisenbank auf den Fohlenmarkt führte.

Liebevoll geschmückte Rösser 

Bei relativ warmen acht Grad passieren die liebevoll geschmückten rund 150 Rösser, Kutschen und Festwagen die zahlreich angereisten Zuschauer. In Landauern fahren die Bürgermeister der umliegenden Orte vorbei. Der Bürgermeister von Rottenbuch, Markus Bader, genauso wie die Bürgermeisterin von Bad Bayersoien, Gisela Kieweg, der Wildsteiger Bürgermeister, Josef Taffertshofer, und der zweite Bürgermeister von Böbing, Johann Erhard. Auch Max Bertl, Vorstand des Bayerischen Trachtenverbands, und der Landesvorsitzende des Bayernbunds, Sebastian Friesinger, sind da.

Detailreiche Modellbauten der Kirchen

Direkt ins Auge fallen die detailreichen Modellbauten einzelner Kirchen. So zum Beispiel die Schönberger Kirche, gefahren von Sebastian Gerner und Lebensgefährtin Katharina Stadler. Wie auch die anderen Teilnehmer haben sie die Pferde selbst, natürlich mit Unterstützung der Familie, geschmückt. „Den ganzen Samstagnachmittag standen wir daran. Es war sehr gesellig“, schmunzelt Katharina Stadler. Manche Rösser tänzeln zur Seite, als Pfarrer Josef Fegg beherzt den Arm zur Weihe hebt, aber insgesamt verläuft es ruhig. Der Zug schwenkt ein auf den Fohlenmarkt, die Teilnehmer stellen sich zur Gottesdienstfeier auf.

Auch auf die kleinen Probleme blicken

Pfarrer Fegg ruft zur Hinwendung zu den kleinen Leuten auf. Große Probleme wie Umweltschutz und Frauenrechte dürften sicherlich nicht vergessen werden. Aber man solle sich vor „zu großem Ausholen“ schützen und schauen, was man im Kleinen tun könne. „Damit wir Handys nutzen können, bergen Kinder im Kongo seltene Erden“, erinnert Fegg und mahnt jeden, aufrichtig und authentisch zu bleiben. Dem Pfarrer, der den Pfaffenwinkel als „Gesamtkunstwerk“ sieht, in dem das Wirken des Schöpfers und das Wirken des Menschen Hand in Hand gehen, sei das sehr wichtig, wie er betont. „Der Mensch arbeitet nicht gegen die Schöpfung, sondern führt die Schöpfung gelungen fort.“ Darum auch keine Scheindebatten, bat der Pfarrer.

Kathrin Schäfer


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