Neu im Pfarrverband Rottenbuch: Florian Löffler (sitzend) neben Pfarrer Josef Fegg ist seit dem 1. Februar neuer Kirchenmusiker für den Pfarrverband Rottenbuch.
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Neu im Pfarrverband Rottenbuch: Florian Löffler (sitzend) neben Pfarrer Josef Fegg ist seit dem 1. Februar neuer Kirchenmusiker für den Pfarrverband Rottenbuch.

Nachfolger für Kristina Kuzminskaite

Rottenbucher Pfarrverband hat neuen Kirchenmusiker gefunden

Nachdem Kristina Kuzminskaite Anfang 2020 nach fast zehn Jahren Amtszeit ihre Arbeit als Kirchenmusikerin in Rottenbuch beendete, suchte der Pfarrverband händeringend nach einem Nachfolger. Mit Erfolg.

Rottenbuch – „Die Bewerber sind immer aus den unterschiedlichsten Gründen abgesprungen“, sagt Rottenbuchs Pfarrer Georg Fegg. Er ließ die Ausschreibung aber online weiterhin bestehen. Zum Glück: Denn in Frankfurt las die Florian Löffler, Kirchenmusiker, Organist und ausgebildeter Sänger, der sein Dasein als Freiberufler aufgeben wollte und unbedingt eine Stelle als Kirchenmusiker im süddeutschen Raum suchte.

Nach einem Treffen mit Pfarrer Fegg war alles sofort erledigt: Man verstand sich auf Anhieb, die Bedingungen passten. Seit dem 1. Februar ist Florian Löffler nun offiziell als neuer Kirchenmusiker für den Pfarrverband Rottenbuch tätig. „Ich fühle mich hier unglaublich wohl. Es ist traumhaft, hier zu wohnen“, schwärmt Löffler, der eine Wohnung in Böbing gefunden hat.

Der 34-Jährige stammt aus der Pfalz und interessierte sich schon in jungen Jahren für das Orgelspielen. Auf dem Gymnasium wählte er als Leistungsfach Musik, und sein Fachlehrer, ein Organist, machte mit seiner Klasse einmal eine Führung in einem Orgelmuseum. Löffler war begeistert.

Er studierte Kirchenmusik in Regensburg, danach machte er noch seinen Master in Gesang. Und es verschlug ihn nach Frankfurt, wo er als Freiberufler hauptsächlich als Sänger arbeitete. Als Tenor wirkte er in verschiedenen Opern am Staatstheater in Wiesbaden mit.

Ja, und dann kam Corona. Die Zeit für künstlerische Freiberufler war schlecht. Florian Löffler suchte also nach einer Stelle als Kirchenmusiker und landete in Rottenbuch.

Schon nach ein paar Tagen nahm er Kontakt zu seiner Vorgängerin auf. Er will die Begeisterung, die Kristina Kuzminskaite den vielen Mitwirkenden in Chören und im Orchester vermittelte, fortführen. Noch ist coronabedingt aber eine Menge seiner Arbeit ausgebremst. Chöre dürfen nicht zusammen proben, große orchestrale Werke können noch nicht aufgeführt werden.

Aber Florian Löffler hat natürlich Pläne, macht kleine Schritte, vernetzt sich mit anderen Kirchenmusikern aus der näheren und weiteren Umgebung und nimmt Kontakt auf zu den verschiedenen Chormitgliedern aus dem Pfarrverband.

Pfarrer Fegg und Florian Löffler haben sich schon in kurzer Zeit zu einem hervorragenden Ideen-Gespann entwickelt. So gab es bereits einen Gottesdienst nur für Chormitglieder aus Rottenbuch, Wildsteig und Böbing.

Löffler bewundert das große Potenzial an Mitwirkenden und möchte mit seiner Arbeit langfristig die Kirche stärken. Das musikalische Mitgestalten der Gottesdienste und alles, was damit zusammenhängt, liegt Löffler am Herzen. „Wer singt, betet doppelt“, ist seine Devise.

So ist ihm auch die musikalische Tradition dieser Gegend wichtig, die typischen Marienlieder oder die Kempter-Messe an Weihnachten. All’ das will Löffler bewahren.

Aber auch Neues hat er im Sinn. So forscht er derzeit in der Münchner Nationalbibliothek nach Werken hiesiger Komponisten. Derzeit muss er aber an der kleinen Orgel im Altarraum spielen. Sie ist eine Leihgabe der Firma Orgelbau Klais aus Bonn, die derzeit die große barocke Orgel restauriert, gebaut von Balthasar Freywis im Jahr 1747.

Bald, wenn es in der Rottenbucher Pfarrkirche etwas wärmer ist, wird ein Gerüst auf- und die Orgel wieder zusammengebaut. Im Herbst ist dann eine große Einweihung geplant – mit Chorgesang, Orchester und gewaltiger Orgelmusik.

VON REGINA WAHL-GEIGER

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