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Auf dem Gärtnereigelände an der Bundesstraße 23 soll der Edeka-Supermarkt entstehen.

Serie zur Ortsentwicklung (Teil 17)

Rottenbuch schafft neue Bauplätze

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„Bauen, Bauen, Bauen und nochmal Bauen!“, fordert die Bayerische Staatsregierung von Städten und Gemeinden. Wohnraum wird im Freistaat immer knapper. Wir wollen in unserer Serie zur Ortsentwicklung von den 22 Kommunen aus dem Verbreitungsgebiet der Schongauer Nachrichten wissen, wie stark sie in den kommenden 20 Jahren wachsen möchten und können. Heute: Rottenbuch.

Rottenbuch – Mit der Einwohnerzahl in Rottenbuch ging es in den vergangenen Jahren mal rauf und mal runter. Zuletzt wurde sie 2016 auf 1781 taxiert, es ging aufwärts. Ziel sei es, die Bevölkerungsanzahl zu halten, oder, wenn möglich, moderat zu wachsen, erklärt Bürgermeister Markus Bader. Am wichtigsten sei es, junge Familien und junge Erwachsene im Ort zu halten.

Junge Familien und Senioren

Junge Familien sind da natürlich immer willkommen. Und auch die in Rottenbuch lebenden Senioren fühlen sich wohl. „In letzter Zeit haben zum Glück auch private Investoren seniorengerechte Wohnungen gebaut, die sehr gut angenommen werden“, berichtet der Rathauschef. Das zeige, dass der Bedarf da sei und man in dieser Richtung weiter aktiv sein müsse.

Einheimische

Die Rottenbucher haben ihr Einheimischenmodell jüngst überarbeitet. Seit Kurzem werde auch Familien aus Nachbargemeinden die Möglichkeit gegeben, sich zu bewerben, erläutert Bader.

Bauland

Aktuell hat die Gemeinde nach Angaben ihres Oberhauptes nur noch wenige freie Bauplätze zu bieten. Und privater Baugrund, der zum Verkauf stehe, „gibt es fast nicht“, weiß der Rathauschef. Rottenbuch hat darauf bereits reagiert: Im Ortsteil Moos werden derzeit rund 1,4 Hektar landwirtschaftliche Fläche für eine Wohnbebauung überplant. Vorgesehen sind 17 bis 20 Parzellen, der Großteil davon soll an die Einheimischen gehen. Sind alle Genehmigungen da, könnte im Frühjahr 2019 mit der Erschließung begonnen werden. Wie viel die einheimischen Bauwerber dann für das Land bezahlen müssen, steht noch nicht fest. Laut Gutachterausschuss lag der Quadratmeterpreis für voll erschlossenes Bauland in Rottenbuch zuletzt bei rund 160 Euro.

Verdichtung

Die Innenverdichtung in Rottenbuch findet laut Bader bereits statt. „Die Gemeinde genehmigt, wo möglich, Grundstücksteilungen.“ Die Bauplatzgröße entwickele sich dem allgemeinen Trend folgend stetig nach unten. Auch im Ortsteil Schönberg gäbe es nach Meinung des Rathauschefs in Form von leer stehenden Bauernhöfen „noch viel innerdörfliches Potenzial zur Verdichtung und Inwertsetzung“.

Infrastruktur

Die Infrastruktur im Ort sieht der Bürgermeister „zum größten Teil“ für ein Wachstum gewappnet. Mit einer Ausnahme: „Besonderen Investitions- und Sanierungsbedarf gibt es in den Bereichen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung.“

Gewerbeansiedlung

Ein klassisches Gewerbegebiet gibt es in der Gemeinde Rottenbuch nicht, daher könne man auch nichts erweitern, sagt der Bürgermeister. Aktuell sei aber geplant, einen Supermarkt an der Bundesstraße 23 anzusiedeln. Bekanntlich hatten sich die Rottenbucher im September 2017 bei einem Bürgerentscheid dafür ausgesprochen, das umstrittene Projekt auf dem ehemaligen Gärtnereigelände zu verwirklichen. Drei ortsansässige Geschäftsleute hatten zuvor Unterschriften gegen den geplanten Vollsortimenter gesammelt, weil sie um ihre Existenz fürchteten.

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